Erstellt am 03. Juli 2015, 09:57

von Michael Pekovics

Aus für "Round Up" & Co in Oberwart. Der Oberwarter Gemeinderat hat gestern einem Antrag der Grünen Umweltgemeinderätin Maria Racz einstimmig zugestimmt: Die Bezirkshauptstadt wird künftig ohne glyphosathaltige Spritzmittel auskommen.

Ausbringen eines Pflanzenschutzmittels auf einem Kartoffelfeld [ NUR FUER REDAKTIONELLE VERWENDUNG! (c) www.BilderBox.com, Erwin Wodicka, Siedlerzeile 3, A-4062 Thening, Tel. + 43 676 5103678.Verwendung nur gegen HONORAR, BELEG, URHEBERVERMERK nach AGBs auf bilderbox.com],, Ackerbau, agrar, Agrarwirtschaft, Agrikultur, ausbringen, Feldbau, Gartenbau, gespritzt, Landbau, Landwirtschaft, landwirtschaftlich, landwirtschaftliche, landwirtschaftlichen, landwirtschaftlicher, landwirtschaftliches, Oekonomie, Ökonomie, Pestizide, Pflanzenschutz, Pflanzenschutzmittel, Pflanzenzucht, spritzen, Spritzung, Spritzungen, Unkraut, Unkrautbekämpfung, Unkrautvertilgung, Äcker, Ackerfläche, Ackerflächen, Ackerflaeche, Ackerflaechen, Aecker, Agrarfläche, Agrarflächen, Agrarflaeche, Agrarflaechen, Agrarlandschaft, Feld, Felder, Gemuesefeld, Gemuesefelder, Gemüsefeld, Gemüsefelder, Kartoffelacker, Kartoffelfeld, Kartoffelfelder, Kulturlandschaft, Kulturlandschaften, Landschaftspflege, Landwirtschaftliche Fläche, Landwirtschaftliche Flächen, Landwirtschaftliche Flaeche, Landwirtschaftliche Flaechen, Natur, Feldarbeit, Feldarbeiten  |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Der Gemeinderat der Stadt Oberwart hat in seiner Gemeinderatssitzung am Donnerstag dieser Woche beschlossen, künftig auf den Einsatz von glyphosathaltigen Spritzmitteln zu verzichten. Damit wird es künftig kein "Round Up" (bekannter Markenname eines solchen Mittels) & Co. mehr geben.

Die BVZ hatte berichtet:

Ursprünglich hätte der Antrag auf der Tagesordnung nur für Flächen in der Nähe von Bereichen, wo sich Kinder aufhalten, gelten sollen. Doch die Grüne Gemeinderätin Maria Racz, auf deren Initiative das Thema überhaupt erst behandelt wurde, stellte einen Abänderungsantrag: "Verzicht für jegliche Flächen, Aufklärung der Bevölkerung und der Gemeindemitarbeiter, Ausarbeitung eines Konzepts für alternative Möglichkeiten."

"Ich kann diesem Verzicht viel abgewinnen"

Racz wies in ihrer Begründung noch einmal auf die Einstufung durch die WHO als "wahrscheinlich" krebserregend hin: "Das Mittel gelangt auch ins Grundwasser, die Auswirkungen kann man noch nicht abschätzen." Im Land Oberösterreich wurde der Einsatz bereits flächendeckend verboten, im Burgenland war Neudörfl die erste Gemeinde.

Mit Oberwart zieht nun die erste Bezirkshauptstadt mit. "Ich kann diesem Verzicht viel abgewinnen", stimmten sowohl ÖVP-Stadtchef Georg Rosner als auch SPÖ-Gemeinderat Klaus Gartner und FPÖ-Gemeinderat Werner Knopf zu.

"Klar ist aber: Das Unkraut wird wachsen"

Auf die Frage von ÖVP-Stadtrat Hans Peter Hadek an Wirtschaftshofleiter Roland Poiger, wie sich das Verbot auswirken werde, berichtete dieser, dass "wir aufgrund massiver Kritik aus der Bevölkerung schon in den vergangenen Wochen auf den Einsatz teilweise verzichtet haben".

Jetzt geht es darum, Ersatz für die zwar effektiven, aber nicht ungefährlichen glyphosathaltigen Spritzmittel zu finden. Poiger: "Natürlich gibt es biologische Dinge, wie sich das dann auf den Personalaufwand und die Kosten auswirkt, wird man sehen. Klar ist aber: Das Unkraut wird wachsen."

Um möglicher Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, will Rosner "die Bevölkerung informieren und aufklären". Und Racz meinte, dass es "mir lieber ist, jemand beschwert sich über Unkraut, als er stirbt ein paar Jahre später an Krebs".