Erstellt am 11. Juni 2014, 08:56

von Vanessa Bruckner

Spuren vieler Leben. Schüler gestalten Wanderausstellung zum Thema Holocaust. Ein grenzüberschreitendes Bildungsprojekt.

Engagiert. Schüler der HBLA und des Zweisprachigen Gymnasiums Oberwart erarbeiteten gemeinsam mit Kollegen aus Ungarn eine Ausstellung. Foto: Vanessa  |  NOEN, Vanessa
Gelernt hätten sie im Unterricht zwar darüber, aber so richtig verstanden, was denn damals passiert ist, haben sie erst jetzt nach diesem Schulprojekt. Marlena und Tatjana besuchen die dritte Klasse der HBLA, welche, gemeinsam mit dem Zweisprachigen Bundesgymnasium Oberwart mit der Erstellung und grafischen Umsetzung einer Wanderausstellung, die sich mit dem Beginn des Holocaust in Ungarn, beschäftigt.

Erinnerungskultur: „Es gibt nicht mehr viele Zeitzeugen“

Vor 70 Jahren marschierte die Deutsche Wehrmacht in das Nachbarland ein, jüdische Ungarn passierten bei Todesmärschen in die KZ-Lager dabei das Burgenland. Diesem Gedenkjahr und der gemeinsamen Geschichte widmet sich das grenzüberschreitende Schulprojekt „Jüdische Lebensspuren an unserer Grenze“.

Neben den beiden Schulen aus Oberwart hat auch eine Bildungseinrichtung aus Sopron an der Ausstellung mitgewirkt. Organisator und Veranstalter Andreas Lehner war es ein Anliegen, Schüler für das Projekt zu gewinnen: „Die Erinnerungskultur ist an einer Wende angelegt, denn es gibt nicht mehr viele Zeitzeugen. Mit dem Projekt arbeiten die Jugendlichen nicht nur aktiv mit der Geschichte, sie setzen Inhalte auch auf ihre Weise um und transportieren diese in einer Sprache, die wiederum andere junge Menschen anspricht“, erklärt Lehner.

Wanderausstellung thematisiert Geschichte von elf Opfern

Die HBLA lieferte das Design, die komplette grafische Umsetzung der Bilder und Texte, die wiederum von den Partnerschulen in Sopron beziehungsweise dem Zweisprachigem Bundesgymnasium adaptiert und bearbeitet wurden.

Die Ausstellung selbst beschäftigt sich mit der Geschichte von elf Opfern des Holocaust. „Die Arbeit war oft sehr traurig, aber wir sind alle mit vollem Herzen dabei gewesen und haben viel über die Geschichte gelernt“, so die Schülerinnen Marlena und Tatjana überzeugt, die natürlich auch stolz auf die grafische Umsetzung sind.

Interessierten bietet sich noch bis heute, Mittwoch, die Möglichkeit, die Wanderausstellung in der HBLA Oberwart zu besichtigen.