Erstellt am 26. September 2012, 00:00

Stadt Chancenlos?(!). Kultur / Die Auftaktveranstaltung der neuen OHO-Projektreihe sorgte für einigen Gesprächsstoff.

Das zehn Meter hohe Objekt im Stadtpark thematisiert den Park im und als Zentrum von Oberwart.Vanessa  |  NOEN
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Von Vanessa Bruckner

OBERWART / Wem es noch nicht aufgefallen ist: In Oberwarts Stadtpark steht jetzt ein zehn Meter hohes Gerüst. Das Objekt ist Teil des neuen StadtKunstProjektes mit dem interessanten Namen „Chancenlose Innenstadt?“. Initiiert wird das Projekt vom Offenen Haus. Zur Auftaktveranstaltung der Projektreihe kam zwar politische und wirtschaftliche Prominenz, von Oberwarts Einwohnern ließ sich aber kaum bis gar niemand blicken.

Ein trauriges Zeugnis, wenn man bedenkt, wofür das Jahresprojekt des OHO eigentlich steht: „Chancenlose Innenstadt?“ soll sowohl eine kritische Bestandsaufnahme des Status Quo einer zunehmend ausgehöhlten Innenstadt liefern, als auch Vorschläge für eine Neubelebung der Oberwarter Innenstadt diskutieren.

Dafür hat OHO-Obmann Peter Wagner zahlreiche Einwohner Oberwarts interviewt, um rauszufinden, was die Oberwarter für ihre Stadt wollen, was ihnen fehlt, kurz: was sich ändern soll. „Die Leute waren sehr redefreudig, einige haben sich allerdings auch nicht so recht getraut, ihre Meinung kundzutun“, verrät Wagner und sagt weiter: „Vielleicht sollte man als künftigen Jahresschwerpunkt das Thema ,Zivilcourage‘ andenken.

Bürgermeister Gerhard Pongracz lobte das Projekt und meinte: „Man soll Oberwart aus möglichst vielen Perspektiven betrachten. Das Projekt zeigt vor, dass man nicht jammern, sondern nach vorne schauen soll.“ Auf diese Worte folgte dann allerdings ein „Hoppala“. Pongracz zum Abschluss seiner Rede: „Aus dem Fragezeichen hinter dem Titel „Chancenlose Innenstadt“ sollte am Ende, des Projektes, ein Rufzeichen geworden sein.“ Pongracz verlässt die Bühne, Wagner betritt diese und sagt schmunzelnd: „Das wär hart, lieber Herr Bürgermeister.“

Das Objekt des Künstlers Wolfgang Horwath, mit dem Film von Max Leimstättner und Peter Wagner, ist bis 31. Oktober im Stadtpark zu besichtigen.