Erstellt am 12. März 2014, 00:00

von Michael Pekovics

Stadt ringt mit Land um das Internat. Kehrtwende / Nach Gespräch in Eisenstadt muss Stadt nun Finanzierungskonzepte für die zwei vorgeschlagenen Varianten vorlegen.

Baulicher Schandfleck. Nicht nur von außen ist das städtische Internat in die Jahre gekommen - innen schaut es nicht viel besser aus. Die Zeit drängt.  |  NOEN
Von Michael Pekovics

OBERWART / Dass das städtische Internat renoviert werden muss, steht ebenso außer Zweifel wie die Tatsache, dass sich die Stadt im Rahmen einer Vereinbarung mit dem Bund zur Bereitstellung von rund 180 Betten verpflichtet hat. Andernfalls wäre der demnächst startende und vom Bund finanzierte Neubau der Bakip (Kindergartenpädagogik) nämlich fraglich gewesen.

Verlagerung des Internats oder Sanierung inklusive Zubau

Bei einem Gespräch in Eisenstadt am Freitag diskutierten Stadtchef Georg Rosner und Vize Dietmar Misik mit hochrangigen Vertretern des Landes, der Belig und der Gemeindeaufsicht. Das Ergebnis: Oberwart muss Finanzierungskonzepte für zwei mögliche Varianten vorlegen. Infrage kommen nun sowohl die bereits im November als „zu 99 Prozent fix“ bezeichnete Sanierung inklusive Zubaus als auch eine gänzlich neue Variante: eine Verlagerung des Internats in die Wohnungen der Krankenpflegeschule im hinteren Bereich des Spitals.

„Wir werden jetzt Kostenvoranschläge für Kredite einholen und diese dann der Gemeindeabteilung vorlegen, die entscheiden wird, ob diese Fremdfinanzierung möglich ist oder nicht“, sagt Rosner. So wie er drängt auch Vize Misik auf eine rasche Lösung: „Nach der Übermittlung der Kostenaufstellung und der Finanzierung liegt der Ball dann beim Land.“

Hoffen auf Unterstützung des Landes

Ein Rundruf bei Gemeinderäten ergab, dass sich die Stadt Unterstützung vom Land erhofft. „Uns wurde gesagt, dass wir Finanzierungsmodelle vorlegen sollen und dann auf höchster Ebene weitere Schritte gesetzt werden“, sagt Rosner, der von rund neun Millionen Euro Kosten ausgeht. Kostenschätzungen für die einzelnen Varianten wollten die Verantwortlichen nicht bekannt geben.