Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Stichwahl in Oberdorf. Zweite Runde / Liste Oberdorf kostete SPÖ und ÖVP Stimmen. Keiner der beiden Bürgermeisterkandidaten konnte die absolute Mehrheit erreichen. Stichwahl am 4. November.

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Von Vanessa Bruckner

OBERDORF / Auch in Oberdorf müssen die Wahlberechtigten Anfang November noch einmal zur Urne schreiten. Eine Stichwahl ist notwendig, weil weder der SPÖ-Spitzenkandidat Johann Szimits, noch ÖVP-Gegenkandidat Josef Lorenz, die absolute Mehrheit bei der Wahl des Bürgermeisters für sich verbuchen konnte.

Lorenz: „Das Ergebnis ist ein herber Schlag“ 

Grund dafür: beide Kandidaten haben Stimmen verloren. „Schuld“ daran ist die Liste Oberdorf (LOB). Dessen Kandidat, Josef Engelmayer, konnte 86 Stimmen oder 10,07 Prozent bei der Bürgermeisterwahl für sich verbuchen und erhielt ein Mandat im Gemeinderat. Dadurch sind SPÖ und ÖVP jetzt in Sachen Mandate ausgeglichen, beiden haben jetzt sieben Mandate.

Der bisherige Bürgermeister, Josef Lorenz von der ÖVP: „Mit diesem Ergebnis kann man nicht zufrieden sein, das ist klar. Diesmal haben 78 Wähler weniger als 2007 ihre Stimme abgegeben, 43 Personen haben ungültig gewählt, das ist viel. Dass es zu einer Stichwahl bei der Bürgermeisterwahl kommt, ist wirklich ein herber Schlag für mich.“

Szimits will noch 

Der Gegner von Lorenz, SPÖ-Spitzenkandidat Johann Szimits, gibt sich angriffslustig: „Ich will auf jeden Fall Bürgermeister werden. Wir werden all unser Pulver in diese Schlacht schmeißen. Es gibt einige Missstände, die auf die Kappe des Bürgermeisters gehen, es wird Zeit, dass Oberdorf endlich wieder auf stabilen, finanziellen Beinen steht. Josef Engelmayer von der Liste „LOB“: „Ich freue mich über unser Mandat im Gemeinderat und hoffe, dass wir auch in Zukunft bei wichtigen Entscheidungen das bekannte `Zünglein an der Waage? sein werden.“ Die FPÖ bleibt in Oberdorf ohne Mandat.

Wer wird Bürgermeister? SPÖ-Kandidat Johann Szimits (links) und ÖVP-Bürgermeister Josef Lorenz vor dem Bekanntwerden des Wahlergebnisses. Die beiden treten am 4. November noch einmal gegeneinander an.

Peko