Erstellt am 18. März 2015, 15:01

Südburgenländer bei Autokauf betrogen. Eine Südburgenländerin überwies den Preis für den Pkw, das Auto exisitiert jedoch nicht!

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Eine Südburgenländerin wurde vor Kurzem bei einem Autokauf übers Internet betrogen. Auf der Internet-Verkaufsplattform „willhaben.at“ sie nach einem PKW suchte und reagierte auf ein Inserat: Sie kontaktierte den Verkäufer und bat um weitere technische Fahrzeug-Details. Der Verkäufer übermittelte der Frau sämtliche gewünschten Einzelheiten.

Zugestimmt und gleich Zahlungsaufforderung erhalten

Da dies durchaus seriös wirkte, wollte die Dame das Auto kaufen. Nun informierte sie der Verkäufer, dass er eigentlich in der Slowakei wohne (das überraschte die Käuferin, da der Schriftverkehr in deutscher Sprache stattfand).

Das Fahrzeug werde von der Slowakei aus durch ein Speditionsunternehmen nach Österreich geliefert. Die Zahlung solle über den Bezahldienst von Amazon erfolgen, da dies für beide Seiten Sicherheit biete.

Die Käuferin stimmte zu und erhielt umgehend eine Zahlungsaufforderung von „Amazon Payments“: Sie sollte den Kaufpreis auf ein Konto in der Slowakei überweisen. Als Emailadresse schien support@amazon-zentrum.com auf.

Überweisung getätigt, Ware existiert jedoch nicht

Da die E-Mail täuschend echt wirkte, führte die Käuferin die Überweisung durch. Auf das Fahrzeug wartete sie jedoch vergeblich; die angebliche Amazon-Kontaktadresse existierte nicht. Was war passiert? Online-Betrüger bieten immer wieder Artikel auf österreichischen Kleinanzeigen-Plattformen zum Verkauf an.

Die Ware existiert jedoch nicht! An die Interessenten werden Zahlungsaufforderungen verschickt, welche anscheinend von Amazon stammen – das ist aber nicht der Fall. Das angegebene Bankkonto gehört in Wahrheit den Betrügern selbst.

Die Dame wandte sich schließlich an eine Rechtsanwaltskanzlei. Derzeit wird geprüft, ob allenfalls die Plattform „willhaben.at“ zumindest teilweise für den Schaden haftet, obwohl eine Haftung laut deren AGB grundsätzlich ausgeschlossen wird.