Erstellt am 28. September 2016, 04:52

von Michael Pekovics

700.000 Euro Schaden durch Unwetter. Die letzten Anträge für Frostentschädigungen werden derzeit eingereicht: „Noch ein Jahr können wir uns das nicht leisten.“

Kleine Betriebe stützen. Landesrätin Verena Dunst, Eva Weinek und Wolfgang Sodl (v.l.) informierten über Unwetterschäden in der Region. Foto: Pekovics  |  Pekovics

Der Appell von Landesrätin Verana Dunst (SPÖ) ist eindringlich: „Wer für 2017 noch nicht versichert ist, soll das bitte tun. Noch ein Jahr mit so hohen Entschädigungszahlungen können wir uns nicht leisten.“

Hagelversicherung für Obst wird gefördert

Einige Tage vor Ablauf der Einreichfrist für Frostschäden lässt sich das Ausmaß der verheerenden Unwetterschäden langsam aber sicher beziffern: Allein die Frostschäden bei Obst belaufen sich nur für die Bezirke Güssing und Jennersdorf auf 700.000 Euro.

Insgesamt unterstützen Land und Bund betroffene Bauern mit 100 Millionen Euro, auf das Land Burgenland wird eine Summe von rund vier Millionen Euro zukommen. „Geld, das nicht budgetiert ist, also woanders fehlen wird“, skizziert Dunst die Misere und warnt: „2017 werden wir uns das nicht leisten können.“

Ab diesem Jahr kann übrigens auch Obst gegen Hagelschäden versichert werden, wie bei den Winzern (Versicherungsquote 92 Prozent) übernehmen hier Land und Bund je die Hälfte der Prämien. Auch für Hagelnetze bekommt man 30 Prozent Förderung – ab einer Investition von 5.000 Euro.