Erstellt am 26. November 2014, 06:27

von Michael Pekovics

Frischlinge im Jagd-Visier. Nach schwachen Jahrgängen dürfte bald wieder mehr Schwarzwild geschossen werden. Frischlinge sind aber noch sehr klein.

Regelmäßig verursachen Wildschweine große Schäden.  |  NOEN, BVZ

In regelmäßigen Abständen suchen Wildschweinherden auch bewohnte Gebiete heim und verursachen große Schäden. Aber auch für viele Landwirte ist das Schwarzwild deshalb ein Problem.

„Da müssen wir entgegenwirken“

Nachdem es im Vorjahr vergleichsweise wenige Wildschweine gab, dürfte die Population im heurigen Jahr wieder gestiegen sein.

Jäger berichten nämlich, dass sich derzeit in den Wäldern der Region zahlreiche Bachen mit ihren noch relativ kleinen Frischlingen herum treiben. „Und weil sie so klein sind, sind sie auch schwer zu schießen“, so einer der Waidmänner.

Rücksicht auf die Größe der Tiere wird aber grundsätzlich nicht genommen, sagt Oberwarts Bezirksjägermeister Klaus Gmeiner: „Der Schwarzwildbestand hat eine gewisse Größe erreicht, da müssen wir entgegenwirken.“

2015 gibt es wieder mehr Schwarzwild

Dass die Frischlinge heuer noch relativ klein sind, sei nicht ungewöhnlich, so Gmeiner: „Sie sind später gefrischt worden und wir werden auch nicht so viele Abschüssen erreichen wie im Rekordjahr 2011.“ Dennoch geht Gmeiner davon aus, dass es aufgrund der vielen Frischlinge spätestens 2015 wieder mehr Schwarzwild zu schießen geben wird.

Ähnlich ist die Situation im Bezirk Jennersdorf, wo im Vorjahr im Vergleich relativ wenig Schwarzwild geschossen wurde. „Aber heuer ist das Wetter viel günstiger, in unseren Wäldern treiben sich jede Menge Frischlinge herum“, sagt Bezirksjägermeister Reinhard Knaus.


Aug' in Aug': Was tun im Ernstfall?

  • Gefährlich wird es, wenn eine Bache mit ihren Frischlingen unterwegs ist, die sie auch mit ihrem Leben verteidigt.

  • Von verletzten Keilern geht ebenso Gefahr aus, sie verhalten sich besonders aggressiv.

  • Wenn man lautes Schnauben hört, langsam den Rückzug antreten.

  • Das Tier im Blick behalten, sich langsam zurück ziehen und am besten auf einen Hochsitz oder einen Baum klettern.