Erstellt am 09. Januar 2014, 00:00

von Michael Pekovics

Taxis fuhren nicht. Oberwart / Vater beschwerte sich, weil Taxifahrer seine Kinder wegen „zu kurzer Strecke“ abgelehnt hatten. Auch Taxiinnungsmeister ist empört.

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Von Michael Pekovics

Für viele Nachtschwärmer sind sie fixer Bestandteil des Wochenendes: Die Taxifahrer, die kreuz und quer durch den Bezirk und das Südburgenland düsen, um meist alkoholisierte Menschen sicher nach Hause oder zu einer anderen Veranstaltung zu bringen.

Taxifahrern war Weg nach Rotenturm „zu kurz“

So auch am Christtag, dem 25. Dezember. Traditionell ein starker Fortgehtag in Oberwart, wo einerseits die „KIXX“ in die Messehalle und die „Kamaparty“ ins Offene Haus Oberwart laden. Dem Ruf folgten auch vier Personen zwischen 20 und 26 Jahren aus Rotenturm (siehe Leserbrief unten).

Hingebracht wurden sie von einem Vater des Quartetts, nach Hause wollten sie mit dem Taxi fahren. Das klappte aber nicht, weil einigen Taxifahrern der Weg nach Rotenturm „zu kurz“ gewesen ist. Also setzte sich der Vater wieder ins Auto und brachte die Nachtschwärmer sicher nach Hause.

Innungsmeister: „Wenn es so war, dann bin ich fuchsteufelswild“

Die BVZ konfrontierte Taxiinnungsmeister Patrick Poten mit diesem Vorfall. „Ich weiß, dass es immer wieder vorkommt, dass Kinder Lügen erzählen, weil sie kein Geld mehr haben, um nach Hause zu kommen“, sagt Poten.

„Aber wenn es wirklich so war, dann bin ich fuchsteufelswild: So ein Verhalten wird weder von den Unternehmern noch von der Innung gut geheißen. Wenn so etwas passiert, dann bitte Autonummer, Zeitpunkt, Ort und Taxifirma notieren und sich beschweren. Es kann jedoch auch sein, dass es sich um steirische Taxis gehandelt hat, die auch den Bezirk Oberwart bedienen – dann bin ich aber leider machtlos.“
 


LESERFORUM

Ärger über Taxifahrer

„Der Vorfall passierte in der Nacht von 25. auf den 26. Dezember. In der Messehalle in Oberwart gab es wie jedes Jahr ein Konzert der Gruppe „KIXX“ – ein bei alt und jung beliebtes Weihnachtskonzert.
Ich, Vater einer Tochter aus Rotenturm, brachte meine Tochter, meinen Schwiegersohn, meine Nichte und einen Bekannten (alle zwischen 20 und 26 Jahre) am Christtag abends mit dem Auto zur Messehalle. Mit dem Wissen, dass sie im Notfall mit dem Taxi nach Hause fahren können, verabschiedeten wir uns. Doch es sollte anders kommen.
Um 2.30 Uhr in der Früh läutete mein Handy: Meine Tochter informierte mich, dass sie in Oberwart „festsitzen“ und ich sie wieder holen soll. Ich fragte verwundert warum und ob es keine Taxis gibt. Da berichtete mir meine Tochter, dass die Taxifahrer sich weigerten, eine so „kurze“ Strecke von Oberwart nach Rotenturm zu fahren. Ich holte meine Tochter, Schwiegersohn und eine Bekannte von Oberwart ab und ließ mir die Vorkommnisse nochmals schildern.
Sie erklärten mir, dass der erste Taxifahrer vor Ort sofort die Seitenscheibe ohne Antwort schloss, nachdem meine Tochter ihm sagte, dass sie ein Taxi nach Rotenturm benötigen. Von anderen Taxifahrern erhielten sie kurz und bündig die abweisende Antwort, dass ihnen die Strecke zu „kurz“ ist, also augenscheinlich zu wenig Geld bringt. Genauso ist es auch anderen Bekannten aus Jabing ergangen, auch sie erhielten die gleiche Antwort. Auch eine Bekannte, die am anderen Ende des Bezirks wohnt, wurde am Telefon und vor Ort von den Taxifahrern abgelehnt. Ich habe sie dann mit meinem Auto selbst nach Hause gefahren.
In meinen Augen eine absolute Frechheit von den Taxifahrern, die nicht so einfach im Raum stehen gelassen werden kann. Man macht so viel Werbung in allen Gemeinden und Medien doch lieber das Taxi zu benutzen, damit man das eine oder andere Glas trinken kann. Und dann passiert so etwas. Ich will damit nicht alle Taxler anprangern, ich hab bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht. Wahrscheinlich waren gerade zu diesem Zeitpunkt „die schwarzen Schafe“ im Einsatz. Anscheinend ist der Konkurrenzkampf im Bezirk noch nicht so groß.“
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