Erstellt am 30. Juli 2015, 09:48

Telefonleitung gehackt - 14.000 Euro Telefongebühren. Unternehmer aus Oberwart wurde von seinem Telefonbetreiber darauf aufmerksam gemacht, dass binnen kurzer Zeit Telefongebühren von über 14.000 Euro verursacht worden waren. Wie diese genau entstanden sind, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Dem Unternehmer flatterten Rechnungen über insgesamt 14.000 Euro ins Haus. Wie der Schaden entstehen konnte, sei noch Gegenstand von Ermittlungen, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland heute, Donnerstag, mit.

Der Unternehmer wurde von seinem Telefonanbieter Ende Juni wegen "überdurchschnittlich hoher" Gebühren verständigt, die auf seine Anlage entfielen. Konkret sollen am 20. Juni innerhalb von 17 Stunden 3.241 Telefonate mit einer Gesamtdauer von 666 Stunden geführt worden sein. Der Einzelgesprächsnachweis wies laut Polizei Verbindungen in fast alle Telefon-Weltzonen aus. Die meisten führten nach Albanien, Lettland, Bosnien-Herzegowina, Guinea-Bissau, Estland, Monaco und Polen.

Wie die Täter diese hohen Kosten verursachen konnten, war vorerst nicht bekannt. Die Polizei rät Unternehmern in dem Zusammenhang, die Telefonkosten zu kontrollieren. Kriminelle Organisationen bedienten sich unrechtmäßig der Telefonanlagen von Firmen, über die Gespräche ins Ausland geführt werden, so die Landespolizeidirektion. Betriebe werden ersucht, derartige Fälle der Polizei zu melden - auch, wenn die Kosten nur gering sein sollten.