Erstellt am 20. März 2013, 09:42

Teurer Ex-Stadtchef. Nachzahlung | Pensionsversicherungsanstalt fordert 108.000 Euro Dienstgeberbeitrag von Stadt für Pension von Gerhard Pongracz.

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Von Michael Pekovics

OBERWART | Auch wenn Ex-Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ) seit der Bürgermeister- und Gemeinderatswahl im Oktober 2012 nicht mehr in der Stadtpolitik mitmischt, müssen sich die Verantwortlichen rund um seinen Nachfolger Georg Rosner (ÖVP) trotzdem mit ihm beschäftigen.
Wie die BVZ erfahren hat, trudelte nämlich vor einigen Tagen ein Schreiben der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) im Rathaus ein. Der Inhalt: die Forderung von insgesamt 108.000 Euro. Das sind die Dienstgeberbeiträge für die Pension, die die Stadt für die zehnjährige Amtszeit von Pongracz aufbringen muss. Diese wurden nämlich nicht laufend überwiesen. Laut dem Ex-Stadtchef ist das „dem Gesetz entsprechend“. „Der Dienstgeberbeitrag für die Pension kann laufend aber auch erst beim Ausscheiden gezahlt werden. Wie das der Dienstgeber, in diesem Fall die Gemeinde, macht, bleibt ihm selbst überlassen“, sagt Pongracz. „Diese Vorgangsweise wurde uns so empfohlen, da waren wir nicht die einzige Gemeinde, die das gemacht hat.“

Er selbst habe natürlich so wie jeder andere Arbeitnehmer auch seinen Beitrag zur Pensionsversicherung geleistet. Auf die Frage, warum keine Rücklagen gebildet wurden, sagt Pongracz: „Das kann man machen, muss es aber nicht.“ Künftig dürfte es aber genau diese Rücklagen geben, sagt Stadtchef Georg Rosner im Gespräch mit der BVZ: „Die Rechnung der PVA war für mich natürlich ein kleiner Schock, schließlich geht es um viel Geld, das auch nicht budgetiert war. Künftig werden wir mit Sicherheit Rücklagen bilden, so sind die Finanzen leichter planbar.“
Noch im heurigen Jahr wird ein weiterer finanzieller Brocken auf die Stadt zukommen, schließlich stehen vor allem im Bauhof zahlreiche Pensionierungen an. Und diese sind natürlich mit hoch dotierten Abfertigungen verbunden – und auch dafür gibt es keine Rücklagen …