Erstellt am 18. September 2013, 08:49

Tiermörder treibt sein Unwesen. Drei Tiere von Rene Stritzl wurden mit Kopfschuss getötet. In Buchschachen fürchten einige Bürger um ihre Sicherheit.

Von Michael Pekovics

Einige Tage nach den feigen Tiermorden in Buchschachen herrscht weiterhin Rätselraten über den möglichen Täter oder das Motiv. Wie bereits auf www.bvz.at berichtet, wurden am Donnerstag der Vorwoche eine Ente und ein Huhn erschossen.
x  |  NOEN

Bereits eine Woche zuvor, am Freitag (6. September), war eine Gans durch einen, laut Polizeiprotokoll, „gezielten Schuss“ getötet worden.

„Vielleicht hat jemand ein Problem mit mir“

Besonders beängstigend: Die Tiere wurden während der Fütterung erschossen. „Nur dann gibt es überhaupt die Möglichkeit, einen Schuss auf die Tiere abzugeben – normalerweise sieht man sie ja nicht“, erklärt Hobbybauer Rene Stritzl im Gespräch mit der BVZ. Er könne sich auch nicht erklären, warum ausgerechnet seine Tiere Opfer eines mutmaßlichen Tierhassers wurden.

„Die Kriminalpolizei ermittelt, es gibt schon einige vage Hinweise. Vielleicht hat jemand ein Problem mit mir“, meint Stritzl, dessen Nachbar seine Tiere bereits weggesperrt hat, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Laut Auskunft der Kriminalpolizei Oberwart wurden die Anrainer bereits befragt, nun wird weiter ermittelt. Erschwert wird der Fall dadurch, dass bis jetzt kein Projektil gefunden wurde.

Nach dem zweiten Vorfall gleich zur Polizei

Beim ersten Vorfall brachte Stritzl die tote Ente noch zum Tierarzt. „Aber nach dem zweiten Mal bin ich mit den toten Tieren sofort zur Polizei gefahren“, erzählt Stritzl. Die Ermittlungen laufen jedenfalls auf Hochtouren. „Wir bitten die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise, vielleicht hat jemand etwas gesehen“, so ein Ermittler gegenüber der BVZ.

Auch Bürgermeister Hermann Pferschy und Vize Alfred Lehner sind an einer schnellen Aufklärung interessiert: „Im Ort darf nicht geschossen werden, das geht nicht.“

Hobbybauer setzte Belohnung aus

Die Tat des Tiermörders wird auch auf Facebook heiß diskutiert. So meint etwa eine Frau aus Buchschachen, dass „ich dachte, wir wohnen in einem idyllischen Dorf – und dann kann man sich seines Lebens nicht mehr sicher sein“.

Um diese Thematik geht es auch Stritzl: „Natürlich ist es traurig, wenn Tiere erschossen werden. Aber das nächste Mal ist es vielleicht schon ein Mensch, da muss nur eine Kugel abprallen.“ Der Hobbybauer hat für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in der Höhe von 500 Euro ausgesetzt.