Erstellt am 10. Januar 2014, 11:04

Tobender Alkoholisierter musste ins Krankenhaus. Ein 49-Jähriger aus dem Bezirk Oberwart fügte sich am Donnerstagabend im alkoholisierten Zustand selbst eine stark blutende Wunde zu, randalierte im Stadtpark von Oberwart und ging auf Polizisten los.

Ein Georgier wollte die Tür des Hochhauses in Oberwart (Bild) einschlagen, verletzte sich dabei selbst schwer und lieferte der Polizei vor der Einlieferung ins Krankenhaus aggressiv Widerstand. Erst seine Freunde konnten ihn beruhigen. Foto: LPD Burgenland  |  NOEN, Landespolizeidirektion Burgenland - Abdruck honorarfrei
Freunde konnten den Tobenden beruhigen, danach wurde er ins Krankenhaus gebracht. Dort setzte er allerdings laut Aussendung der Landespolizeidirektion (LPD) Burgenland "sein renitentes Verhalten fort und konnte auch von den Ärzten nicht zur Raison gebracht werden".

Erst als seine Freunde den 49-Jährigen fixierten, konnte die klaffende Verletzung versorgt und der Mann stationär aufgenommen werden.

Versuch der Ersten Hilfe: Stark Blutender beschimpfte Beamten

Doch von Beginn an: Gegen 20.15 Uhr hatten Beamte der Polizeiinspektion Oberwart vor dem Eingang zur Dienststelle Blutspuren entdeckt, die sie vorerst nicht zuordnen konnten.

Sie gingen den Spuren nach und bemerkten im naheliegenden Stadtpark einen Mann, der stark blutete. Als die Polizisten ihn befragten und Erste Hilfe leisten wollten, wurde er äußerst aggressiv und begann die Beamten zu beschimpfen.

Während die Ordnungshüter die Rettung verständigten, kamen drei Freunde des – wie sich später herausstellte – georgischen Staatsbürgers hinzu und beruhigten ihn soweit, dass nun ein Transport ins Krankenhaus (der von den Polizisten begleitet wurde) möglich war.

Freunde beruhigten, erst dann konnte geholfen werden

In der Unfallambulanz verweigerte der 49-Jährige zunächst die ärztliche Untersuchung und verhielt sich weiter aggressiv. Da eine Eskalation der Situation nicht auszuschließen war, wurden weitere Kräfte zur Verstärkung angefordert.

Nach gutem Zureden gelang es seinen Freunden, die ebenfalls ins Krankenhaus mitgekommen waren, ihn schlussendlich zu fixieren und den Ärzten die Hilfeleistung zu ermöglichen. Die Wunde des Mannes wurde nun versorgt und er stationär aufgenommen. Er befindet sich derzeit noch im Krankenhaus.

Verletzungen bei Versuch des Türglas-Einschlagens zugezogen

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Wie die Erhebungen ergaben, hatte der Georgier am Abend offensichtlich das Hochhaus im Stadtgebiet von Oberwart betreten wollen; da aber die Eingangstür verschlossen gewesen war, hatte er mit der Faust mehrmals gegen die mit einem Sicherheitsglas versehene Tür geschlagen und sich dabei die Schnittwunden an der Hand zugefügt. Die Tür war dabei allerdings nicht aufgegangen, das Glas hatte standgehalten.