Erstellt am 04. Dezember 2013, 23:59

von Carina Ganster und Michael Pekovics

Tourismus im Minus. Region / 3,2 Prozent weniger Übernachtungen im Land, die drei südlichen Bezirke schneiden im Vergleich sogar noch schlechter ab.

Rückgang. Im Sommerhalbjahr 2013 blieben viele Betten leer. Foto: Peko  |  NOEN, Michael Pekovics
Von Carina Ganster und Michael Pekovics

Beim Tourismus ist Feuer am Dach. Nicht nur die Forderung einiger Hoteliers nach einem neuen Tourismusgesetz (die BVZ berichtete) lässt die Wogen hochgehen, auch das Minus bei den Übernachtungen im Sommer sorgt für Aufregung.

Thermen-Überangebot als Problem

Wobei Harald Popofsits, Geschäftsführer des Regionalverbandes Güssing-Stegersbach, anmerkt, dass die Schließung des Aktivparks einen großen Anteil daran habe: „Dazu kommt noch das Thermen-Überangebot und die schlechte wirtschaftliche Lage.“

Ähnlich argumentiert auch der Jennersdorfer Tourismusobmann Gerald Feuchtl: „Wir hatten durch die Schließung der Hotels Life Resort und Raffel 300 Betten weniger im Angebot.“

Strukturreformen werden gefordert

Angesprochen auf die aktuelle Diskussion zum neuen Tourismusgesetz meint Popofsits: „Wir müssen uns breiter aufstellen und noch mehr in die regionale Entwicklung investieren. Dabei dürfen wir uns nicht nur auf Thermen stützen, sondern auch andere Themensäulen entwickeln.“

So wie Popofsits ist auch Feuchtl der Meinung, dass Strukturreformen notwendig sind: „In den Regionen muss es aber eine Anlaufstelle geben. Alles zu zentralisieren ist sicher keine Lösung, die Arbeit muss schließlich vor Ort gemacht werden.“

Auch Hans-Peter Neun, Obmann des Regionalverbandes Oberwart-Bad Tatzmannsdorf, ist für eine Änderung: „Wir kennen uns bald selbst nicht mehr aus. Personell wird sich aber nicht viel ändern können, schließlich muss ja jemand die Arbeit machen.“