Erstellt am 24. November 2010, 00:00

Trafikanten protestieren. GEGEN EU-PLÄNE / Burgenländische Trafikanten beteiligten sich am Protest gegen die geplante EU-Richtlinie für Raucher. Kunden werden Auswirkungen vor Augen geführt.

Besuch im Pressehaus: Harald Knabl, Geschäftsführer des NÖ-Pressehauses und Erster Chefredakteur der BVZ, Karin Salamon, Johann Oswald und BVZ-Leiter Markus Stefanitsch (v.l.).  |  NOEN
x  |  NOEN

REGION / Der Freitag und Samstag der Vorwoche stand für die Trafikanten im Zeichen des Protests gegen die geplante EU-Richtlinie für Raucher. Den Kunden wurde praktisch vor Augen geführt, wie Trafiken in Zukunft aussehen könnten, wenn die EU-Richtlinie wie geplant umgesetzt wird.

Trafikanten führten die  Auswirkungen vor Augen

Diese Richtlinie sieht vor, dass es künftig für Zigaretten nur noch Einheitspackungen geben soll. Die Trafikanten haben diese Pläne an zwei Tagen umgesetzt, um den Kunden zu zeigen, welche Auswirkungen die Umsetzung dieser Pläne hätte. Zusätzlich zu den Einheitspackungen soll eine sichtbare Präsentation der Tabakwaren in Geschäften künftig verboten werden – in Irland ist dies bereits der Fall. Weiters sollen die Zusatzstoffe in den Zigaretten eingeschränkt werden, was laut den Trafikanten zu einem Einheitsbrei im Geschmack führen würde.

x  |  NOEN

In den Trafiken wurden von den Kunden Unterschriften gegen diese EU-Pläne gesammelt, um besser Druck ausüben zu können. Diese Aktion hat laut Karin Salamon, Obmannstellvertreterin der Fachgruppe in der Wirtschaftskammer Burgenland und selbst Trafikantin in Oberwart, großen Zuspruch erfahren: „Unglaublich viele Kunden haben unterschrieben“, freut sie sich. Weniger gut ist die Aktion im Bezirk Jennersdorf angekommen. Robert Deutsch, Trafikant in der Bezirkshauptstadt, meint: „Ich habe nicht mitgemacht und sehe nur wenig Sinn in der Aktion.“ Anders Ilse Unger, Trafikantin in Güssing: „Wir haben mitgemacht, unsere Kunden waren von der Aktion aber nicht von den Plänen der EU begeistert, viele haben unterschrieben.“ Aber nicht nur Raucher hätten sich solidarisch erklärt, auch „Nichtraucher haben gezeigt, dass sie viel Sympathie für Trafikanten haben“.