Erstellt am 09. April 2013, 12:07

Treibt Pferdequäler wieder Unwesen?. Nach längerer Pause wieder Verdacht auf Tierquälerei von Pferden. Stute Naomi am Freitag mit tiefer Schnittverletzung gefunden. Tierärztin vermutet Tat eines „Pferdeschlitzers“.

Schwer verletzt. Ob die Stute »Naomi« die Verletzung überlegt, wird sich erst Ende dieser Woche herausstellen. Derzeit droht noch die Gefahr einer Blutvergiftung, die das Tier wohl nicht überleben würde. Tierärztin Karina Hanl vermutet, dass der Täter ein Tierquäler ist.  |  NOEN, Foto: Pekovics
Von Michael Pekovics

Schwer verletzt wurde Stute Naomi am Freitag in die Ordination von Tierärztin Karina Hanl nach Wolfau gebracht. Das Pferd hat eine zwölf bis 15 Zentimeter tiefe Schnittwunde im linken Brustbereich.
Das Tier ist eines der drei Einstellpferde von Gerald Windisch aus Deutsch Schützen. Er fand Naomi am Freitag in der Früh. Weil er sich nicht vorstellen kann, dass sich die Stute die Verletzung auf der Koppel zugezogen hat, vermutet Windisch, dass ein Pferdequäler sein Unwesen treibt: „Bei der Verletzung handelt es sich um einen tiefen Schnitt.“

Polizei nimmt den Vorfall sehr ernst

Ähnlich die Meinung von Tierärztin Hanl: „Das ist ganz klar eine Schnittverletzung. Für mich ist wahrscheinlich, dass es sich um einen Pferdeschlitzer handelt.“ Für die Polizei steht derzeit aber noch nicht fest, ob es sich um einen Fall von Tierquälerei handelt. „Bis jetzt wurden noch keine Spuren gefunden, die auf Tierquälerei hindeuten“, heißt es von der Exekutive. Der Fall wird aber ernst genommen, die Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt geleitet.

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Besitzerin Jenny Puschmann besucht Naomi zwei Mal pro Tag und geht mit dem Tier spazieren – hat aber seit Tagen kaum mehr geschlafen: „Ich habe sie groß gezogen, von klein auf, vier Jahre lang. Solange meine Naomi nicht über den Berg ist, werde ich nicht schlafen können.“ Erst im Laufe der Woche entscheidet sich, ob die Stute die Verletzung überlebt. „Wenn es zu einer Blutvergiftung kommt, dann stehen die Chancen schlecht“, erklärt Hanl, die die Wunde zwei Mal am Tag ausspült.