Erstellt am 10. Oktober 2012, 00:00

Triumph für Csebits. Alles neu / ÖVP gewinnt Wahlkampf, hat nun die Mehrheit im Gemeinderat und stellt erstmals, seit über 30 Jahren, den Bürgermeister.

Strahlende Sieger. Landesrätin Michaela Resetar gratulierte Martin Csebits zum Gewinn des Bürgermeisters und zur Mehrheit im Gemeinderat. Lexi  |  NOEN
Von Vanessa Bruckner

MISCHENDORF / Von Rot auf Schwarz - in Mischendorf hat sich bei der Wahl alles gedreht. 1.348 Wahlberechtigte wollten es so: die ÖVP ringt der SPÖ zwei Mandate ab und hat dadurch ab sofort die Mehrheit im Gemeinderat. Durchgesetzt hat sich auch der Spitzenkandidat der ÖVP, Martin Csebits. Er konnte bei der Bürgermeisterwahl 722 Stimmen erreichen, seine Herausforderin, SPÖ-Kandidatin Brigitte Schendl, kam lediglich auf 572 Stimmen. Der 43-jährige Berufsschullehrer ist damit Mischendorfs neuer Bürgermeister.

Schendl: „Natürlich 

„Ich bin überwältigt, schließlich bin ich zum ersten Mal als Bürgermeisterkandidat ins Rennen gegangen“, sagt Csebits. Der neue VP-Bürgermeister weiß: „Es ist ein großer Auftrag an uns. Nach über 30 Jahren SPÖ-Herrschaft, scheinen die Menschen in Mischendorf genug zu haben. Meine Partei und ich werden unser Bestes geben. Ich weiß, dass sich die Bevölkerung viel von mir erwartet und gerade deswegen will ich sie auf keinen Fall enttäuschen.“ -->

Mischendorfs neuer Bürgermeister über seine Vorgängerin Brigitte Schendl (SPÖ): „Ich denke nicht, dass bei der Bürgermeisterwahl das Geschlecht eine Rolle gespielt hat. Ich schätze Frau Schendl sehr, sie ist eine intelligente Frau und eine gute Politikerin. Ich bin davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft gut zusammenarbeiten werden. Mein Team war letztendlich einfach besser als ihres.“

Brigitte Schendl (SPÖ): „Natürlich sind wir enttäuscht. Wir werden jetzt aber nicht Energie dafür verschwenden, um unsere Wunden zu lecken, sondern weiterarbeiten. Wir haben, meiner Meinung nach, viel Gutes getan aber viel zu wenig darüber geredet.“

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Die FPÖ hat ihr Wahlziel, ein Mandat zu erringen, nicht erreicht. FPÖ Kandidat Franz Papai: „Rot und Schwarz sind in Mischendorf eine riesige Verwandschaft. Ich werde trotzdem weiterkämpfen.“