Erstellt am 25. Juli 2012, 00:00

Turbo für (Kreis)verkehr, Ruhe für die Innenstadt. WESTSPANGE / Projekt offiziell präsentiert. Kreisverkehr wird zweispurig, Verkehrsberuhigung der Wienerstraße auf Schiene.

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OVN MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / In der Vorwoche präsentierten die Verantwortlichen rund um Straßenbaulandesrat Helmut Bieler (SPÖ) das Projekt „Westspange Oberwart“ (die BVZ berichtete bereits ausführlich in der Ausgabe der Vorwoche). „Prunkstück“ und eine Premiere im Burgenland ist der zweispurige „Turbokreisverkehr“. Zu diesem soll nämlich der bestehende und total überlastete Kreisverkehr zwischen McDonalds und Merkur umgebaut werden.

Land „schenkt“ Straße her –  und zahlt sogar dafür

Im Zuge der Maßnahmen wurden auch die Pläne für die zukünftig verkehrsberuhigte Wienerstraße vorgestellt. Gleich in seinem ersten Satz bekräftigte Stadtchef Gerhard Pongracz (SPÖ), dass „keine Fußgängerzone geplant ist“. Diese wird von den innerstädtischen Unternehmen ja kategorisch abgelehnt. Pongracz stellte aber auch fest, dass „die Innenstadt zum Zentrum für Dienstleister wird. Sie werden künftig das Bild der Stadt prägen“. Beide Projekte – also „Westspange“ und „Verkehrsberuhigung Wienerstraße – sind eng miteinander verbunden. Denn derzeit befindet sich die Wienerstraße (Hauptstraße) im Besitz des Landes. Voraussetzung für verkehrsberuhigende Maßnahmen ist, dass das Straßenstück – konkret geht es um den Abschnitt vom Wifi bis zur Schlainingerstraße – im Besitz der Gemeinde ist. Das funktioniert so: Nach der letzten Sanierung der Oberfläche durch das Land übernimmt die Stadtgemeinde das Straßenstück – und bekommt dafür sogar noch Geld. Nämlich jene Summe, die die Instandhaltung in den kommenden 20 Jahren kosten würde. Diese Finanzmittel fließen aber als Anteil der Gemeinde wieder in das Projekt „Westspange“ ein, das von Land, Gemeinde und Anliegern finanziert wird.

Wann aber geht es nun konkret los mit der „Verkehrsberuhigung“? Pongracz: „Zuerst müssen wir Kanal- und Wasserleitungen erneuern. Das hat sich verzögert, weil die ausführende Firma noch einen Auftrag im Ausland abwickeln musste. In dieser Woche gibt es eine Besprechung, wo wir den genauen Termin für den Start fixieren werden.“

Bürgermeister Gerhard Pongracz, Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrat Helmut Bieler mit dem Plan der West- und Südspange.