Erstellt am 02. März 2016, 04:29

von NÖN Redaktion

Uhudler-Sorten werden legal. Nach einer Gesetzesänderung sollen in Zukunft zwölf Uhudler-Rebsorten ausgepflanzt werden dürfen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
„Mit der Aufnahme von zwölf neuen Uhudlersorten in die burgenländische Weinbauverordnung ist die rechtmäßige Auspflanzung gewährleistet“, erklärte Landesrätin Verena Dunst eine neuerliche Lösung zur Legalisierung des umstrittenen südburgenländischen Kultgetränks.

Dabei handelt es sich um zwei reine Sorten und zehn Mischsorten. „Wenn man diese Sorten in die Weinbauverordnung aufnehme, „dann sind die erlaubt“, sagt Dunst.

„Vorschlag ist keine endgültige Lösung“

Laut Wein-Burgenland-Geschäftsführer Christian Zechmeister handelt es sich um Sorten, die bereits jetzt ausgepflanzt werden. Für ÖVP-Agrarsprecher Walter Temmel, der von einer neuerlichen Scheinlösung spricht, ist weiterhin keine haltbare Lösung in Sicht.

„Der Vorschlag ist keine endgültige Lösung für den südburgenländischen Traditionswein, denn die derzeit hauptsächlich verwendeten Rebsorten mit ihrem einzigartigen Geschmack sind damit nicht gesichert“, kritisiert Temmel.

Wie wichtig den Südburgenländern die Rettung des Uhudlers ist, zeigen mehr als 14.500 Unterschriften zum Erhalt des Uhudlers, die binnen kürzester Zeit gesammelt wurden. Seit Wochen liege bereits eine Lösung, nämlich die Deklaration des Uhudlers als Obstwein, auf dem Tisch.

„Diese würde den Winzern, die sich in ihrer letzten Vollversammlung auch einstimmig dafür ausgesprochen haben, Sicherheit geben und ist gleichzeitig eine wirtschaftliche Chance für das Südburgenland“, ist Temmel überzeugt.

Die neue Weinbauverordnung ist derzeit in Begutachtung und soll demnächst von SPÖ und FPÖ im Landtag beschlossen werden.