Erstellt am 14. September 2011, 00:00

Unsittliche Übergriffe bei Drogenparty?. IM RAUSCH / Während eines dreitägigen Exzesses soll eine Frau geschändet worden sein. Vor Gericht steht ein 32-jähriger Mann.

BEZIRK OBERWART / 15 Liter Wein tranken der Angeklagte, sein Bruder und das befreundete Ehepaar in nur einer Nacht. „Wir haben den Wein aus Packeln getrunken. Die kosten nur 1.10 Euro der Liter“, erklärte der beschäftigungslose und dreifach vorbestrafte Arbeitslose.

Doch beim Wein blieb es nicht. Der Bruder des Angeklagten und der Ehegatte des mutmaßlichen Opfers steuerten Substitutionmittel bei, die ihnen vom Arzt verschrieben worden waren.

„Ich konsumierte 18 Somnubene und sechs Praxiten“, erinnerte sich der 32-jährige Angeklagte. „Ich habe vier Tabletten eine’g‘schmissen und nach zwei Stunden wieder vier.“

Das von Drogen begleitete Besäufnis begann am Freitag, 25. März 2011 und zog sich bis ins Wochenende hinein. Am Samstag, 26. März, soll sich der Angeklagte an der Frau seines Freundes vergriffen haben.

Er soll die völlig betrunkene Frau unsittlich betastet und an ihr sexuelle Handlungen vorgenommen haben, was dem Tatbestand der Schändung entspricht.

Zwei Augenzeugen sollen durch das Fenster die Handlungen beobachtet und den Ehegatten des mutmaßlichen Opfers informiert haben. Er stellte den 32-Jährigen zur Rede, worauf dieser zugeschlagen haben soll.

Der Angeklagte bestritt, sich an der Frau vergriffen zu haben. Er sei vielmehr aufgrund des Alkohol- und Drogenkonsums „ohnmächtig“ herumgelegen.

Der Ehegatte, selbst seit Ende Juli in der Justizanstalt Eisenstadt wegen anderer Vorwürfe in Untersuchungshaft, erklärte, er habe von den angeblichen sexuellen Handlungen nichts mitbekommen. Wo sich seine Frau derzeit aufhalte, wisse er nicht.

Der Prozess wurde vertagt, weil sowohl die beiden Augenzeugen als auch das mutmaßliche Opfer ausfindig gemacht und befragt werden sollen.