Erstellt am 14. Oktober 2014, 10:43

von APA Red

82-Jährige vom eigenen Hund schwer verletzt. Im Bezirk Oberwart ist am Montagabend eine 82-jährige Frau von ihrem eigenen Hund gebissen und schwer verletzt worden.

 |  NOEN, Pixabay.com
Ein dramatischer Zwischenfall hat sich am Montagabend in Unterschützen ereignet: Eine 82-jährige Frau war über ihren eigenen Schäferhund gestolpert, das Tier verletzte sie daraufhin durch Bisse schwer. Ein Nachbar riss den Hund von der Frau, die blutverdünnende Medikamente nimmt, weg und wurde damit zu ihrem Retter.

Kurz nach 18.00 Uhr nahm das Unglück seinen Lauf: Die Pensionistin dürfte im Garten über den elfjährigen Schäferrüden gestolpert sein, der sie daraufhin anfiel und schwer verletzte. "Die Frau hat mehrfach Bisswunden an Beinen und Armen davongetragen", sagte Polizeisprecher Gerald Koller.

Nachbar eilte Frau zu Hilfe

Zwei Passanten, die die 82-Jährige am Boden liegen sahen, schlugen Alarm. Ein 63-jähriger Nachbar kam der Pensionistin zu Hilfe und nahm dabei in Kauf, selbst verletzt zu werden. "Er hat dem Hund einen Faustschlag versetzt", schilderte Koller. Als er den Schäferrüden von der Verletzten wegreißen wollte, ging der Hund auch auf den Mann los, der ihm mit dem Knie einen Stoß verpasste. Schließlich gelang es ihm, den Vierbeiner in einer Werkstatt einzusperren.

"Der Landwirt hat die Dame gerettet", so Koller. Die Frau sei "künstliche Bluterin", sie nimmt aus medizinischen Gründen ein Mittel, das die Blutgerinnung hemmt.

Opfer musste operiert werden

Um 18.21 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert, so ein Sprecher der Landessicherheitszentrale. Ein Notarzteinsatzfahrzeug und ein Rettungswagen rückten aus. Die 82-jährige Frau wurde in das Krankenhaus Oberwart gebracht. Sie musste operiert werden, hieß es von der Polizei.

Auch bei der Einnahme blutgerinnender Medikamente sei nicht jede Verletzung automatisch lebensbedrohlich, dies hänge immer vom Ausmaß ab. Es bestehe allerdings in solchen Fällen eine verstärkte Blutungsneigung, war im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt zu erfahren. Die Behandlung sei daher etwas aufwendiger, weil man noch penibler schauen müsse, das es nicht weiter blutet.