Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

Vandalen sind gefasst. ZERSTÖRUNGSWUT / Erfolg für Exekutive, vier mutmaßliche Täter in Haft. Den 13 Verdächtigen werden 54 Straftaten zugeordnet.

VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die verstärkte Ermittlungsarbeit der Exekutive hat sich bezahlt gemacht. Wie berichtet, kam es in den Sommermonaten zu einer massiven Häufung von Vandalimus in Oberwart. Höhepunkt war die Brandstiftung an der öffentlichen WC-Anlage im Stadtpark.

13 Verdächtige, vier davon  befinden sich in U-Haft

Insgesamt wurden von der Polizei 13 Tatverdächtige – eine Frau und zwölf Männer – im Alter von 17 bis 40 Jahren ausgeforscht. Bei vier Verdächtigen wurden auch Hausdurchsuchungen durchgeführt. Insgesamt konnten den mutmaßlichen Tätern 54 Straftaten zugeordnet werden, die bereits bei der Staatsanwaltschaft Eisenstadt angezeigt wurden. Zu den Tatverdächtigen gehören sieben österreichische und sechs ausländische Staatsangehörige, die allesamt im Raum Oberwart wohnen. Zum Großteil wurden die Taten bereits gestanden.

Auf das Konto der Bande  sollen viele Delikte gehen

Den 13 Personen werden Brandstiftung, gefährliche Drohung, leichte und schwere Körperverletzung, gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Laden- und Einbruchdiebstahl sowie Veruntreuung und Betrug vorgeworfen. Die vorläufige Schadenshöhe beläuft sich auf rund 25.000 Euro. Im Zuge der Hausdurchsuchungen wurde Diebesgut sichergestellt, das den Geschädigten wieder zurück gegeben wurde.

„Wir konnten bereits einen deutlichen Rückgang der Strafanzeigen feststellen“, heißt es dazu von der Polizeiinspektion Oberwart. „Die Gesamtsituation rund um die Problematik im Stadtpark hat sich stark verbessert.“ Das hat auch Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ) wahrgenommen: „Mein Dank gilt der Exekutive – einerseits für die verstärkte Beobachtungs- und Ermittlungsarbeit, andererseits für das Ausforschen der mutmaßlichen Tätergruppe.“

Die Verdächtigen sollen nicht nur im und rund um den Stadtpark gewütet haben, ihnen wird auch Sachbeschädigung an anderen Orten in der Stadt vorgeworfen. So kam es immer zu massiven Verschmutzungen von Kinderspielplätzen durch Scherben von Bier- und Weinflaschen, abmontierten Wasserhähnen und zerschnittenen Parkbänken. Trotz des Erfolgs der Exekutive kann sich Pongracz den angedachten Einsatz von privaten Securities vorstellen: „Wir werden uns die Entwicklung anschauen, diese Maßnahme ist noch nicht vom Tisch.“