Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

Vandalismus geklärt: Täter reinigen Fassade. AUFKLÄRUNG / Erfolg für die Exekutive. Vier junge Männer wurden ausgeforscht, sie hatten Fassade mit Parolen beschmiert.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Nach Berichten über zunehmenden Vandalismus in Oberwart (Stadtpark, Handelsakademie, die BVZ berichtete) meldet die Polizei jetzt einen Erfolg.

Nach umfangreichen Erhebungen von Beamten der Polizeiinspektion Oberwart und des Kriminaldienstes wurden vier junge Männer ausgeforscht, die am Osterwochenende die Fassade der Firma Elektro GF GmbH besprüht hatten. Das Gebäude befindet sich nur einige Meter von der Polizeiinspektion, das hielt die Täter im Alter von 17 bis 23 Jahren aus Oberwart und Kohfidisch aber nicht davon ab, Parolen wie „Stop for Gays“ mit rotem Lackspray auf die Fassade und auf das Garagentor aus Metall zu sprühen.

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Versicherung hätte den  Schaden nicht gedeckt

„Als wir die Burschen dann erwischt und einvernommen haben, waren sie sehr zerknirscht“, erzählt ein Beamter der BVZ. „Sie gaben an, die Fassade aus Übermut besprüht zu haben, ihnen sei langweilig gewesen. Sie haben aber Reue gezeigt und waren voll geständig.“ Der angerichtete Schaden beläuft sich auf rund 1.500 Euro und ist durch die Versicherung nicht gedeckt.

Bei der Einvernahme durch die Polizei schlugen die vier jungen Männer vor, die Fassade selbst zu reinigen und neu zu verputzen, weil sie über kein Geld verfügen. Die jungen Männer, die meisten von ihnen machen derzeit gerade eine Lehre beim BFI, werden sich dadurch wohl einen Teil ihrer Strafe ersparen. „Dieses Angebot wirkt sich sicher strafmildernd aus, die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen Sachbeschädigung wird dadurch aber nicht aufgehoben“, sagt ein Polizist. „Wir werden die Reinigungs- und Verputzarbeiten der vier Burschen natürlich auch genau überwachen.“ Auch mit dem Lehrherrn, in diesem Fall das BFI, steht die Polizei in Kontakt. „Zum Glück haben wir sie erwischt“, sagt der Beamte, „denn so gibt es auf jeden Fall einen Lerneffekt, sonst wäre es vielleicht wieder zu einem ähnlichen Vorfall gekommen“.

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Ob Zusammenhang mit  Park besteht, ist unklar

Firmenchef Dieter Farbaky ist mit dieser Lösung einverstanden: „Zuerst ein Danke an die Polizei für die rasche und engagierte Aufklärung der Schmieraktion. Die Reinigung hätte mir rund 1.500 Euro gekostet, der entstandene Schaden wäre von der Versicherung nicht gedeckt gewesen.“

Die Beamten der Polizeiinspektion werden jetzt noch prüfen, ob die vier Burschen auch in Zusammenhang mit der Sachbeschädigung im Oberwarter Kulturpark vor zwei Wochen stehen (die BVZ berichtete).