Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

Vandalismus im Park: „Kontrollen notwendig“. ZERSTÖRUNG / Jugendliche demolieren Bänke und Dächer der Holzhütten. Bürgermeister will mehr Kontrollen durch Polizei.

»Mr. Kulturpark« Reinhard Kracher und Bürgermeister Gerhard Pongracz trafen sich mit Vertretern der Bezirkshauptmannschaft. Sie fordern »mehr Kontrollen im Park durch die Polizei«. LEXI  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Der Oberwarter Stadt- und Kulturpark ist ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche – sowohl am Tag als auch am Abend und in der Nacht. Zuletzt kam es aber immer wieder zu Problemen – Tische und Bänke wurden beschädigt, sogar die Dachschindeln von den Holzhütten herunter gerissen.

Schäden im Park nehmen  immer mehr zu

„Kleinere Vorfälle hat es ja immer wieder gegeben“, weiß Stadtchef Gerhard Pongracz (SPÖ). „Aber in letzter Zeit nimmt der Vandalismus immer gröbere Formen an.“ Gemeinsam mit Reinhard Kracher, der für die Durchführung von Veranstaltungen im Park zuständig ist, war Pongracz bei Bezirkshauptmann Hermann Sagmeister. „Wir haben besprochen, wie wir vorgehen können“, erzählt Pongracz. „Wichtig wäre vor allem, dass die Exekutive den Park verstärkt kontrolliert. Ich habe ja nichts dagegen, wenn die Jugendlichen auf der Sitzlehne von Bänken sitzen – ich war ja selbst einmal jung. Aber wenn öffentliches Gut mutwillig demoliert wird, dann müssen wir dagegen etwas machen.“ Problematisch ist auch, dass ständig Blumen aus den Beeten ausgerissen werden, was den Stadtgärtnern zusätzliche Arbeit beschert. Kracher ist derselben Meinung. „Das Verhalten dieser Jugendlichen zeugt von keinerlei Kultur. Wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist, werden sie ausfällig.“ Mittlerweile wurde ein Fall zur Anzeige gebracht – von einer Holzhütte wurden mehrere Dachschindeln abgerissen.

Passanten beobachten  Vorfälle – und schauen weg

Ein Problem ist laut Kracher auch, dass „vieles am helllichten Tag zerstört wird. Passanten sehen das zwar, schauen aber weg und gehen weiter. Kein Wunder, denn die Jugendlichen sind ja sofort ziemlich aggressiv“, sagt Kracher, der selbst schon öfter angepöbelt wurde.

Vor einigen Jahren gab es einen ähnlichen Fall: In der Rotunde wurden Scheiben eingeschlagen. Die Polizei forschte damals jugendliche Täter aus, die dann zu einigen Wochen Sozialdienst in den Sommermonaten verurteilt wurden.