Erstellt am 10. November 2010, 00:00

Vater unter Verdacht. SEXUELLER MISSBRAUCH / Verdächtiger befindet sich in U-Haft. Südburgenländer will sich derzeit zu Vorwürfen nicht äußern.

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VON MICHAEL PEKOVICS

REGION, EISENSTADT / Schwere Vorwürfe gegen einen Mann aus einer kleinen Ortschaft mitten im Bezirk Güssing. Der Mittfünfziger soll vor Jahren seine damals sechsjährige Tochter sexuell schwer missbraucht haben. Bekannt wurde der Fall, als am Donnerstag der Vorwoche ein Familienstreit eskalierte.

Dabei soll der Mann, so die Aussage seiner Frau, gewalttätig geworden sein. Danach wandte sich die Frau an die Polizei. Sowohl sie als auch die heute 14-jährige Tochter erstatteten Anzeige und sagten bei der der Einvernahme durch die Polizei aus, dass es über mehrere Jahre hinweg zu schweren sexuellen Übergriffen des Mannes gekommen sein soll. Die Tochter war damals sechs Jahre alt, derzeit befindet sie sich in psychologischer Betreuung.

Nach dem Familienstreit flüchtete der Mann mit seinem Pkw. Die Polizei leitete umgehend die Fahndung ein und nahm den Mann schlussendlich am Freitag in Niederösterreich fest. Derzeit sitzt der Verdächtige in der Justizanstalt Eisenstadt und war bis Redaktionsschluss zu keiner Aussage bereit, er wolle sich zuerst mit seinem Anwalt beraten. „Der Mann wird im Laufe dieser Woche einvernommen“, sagt Güssings Bezirkspolizeikommandant Ewald Dragosits gegenüber der BVZ. „Mit der Polizei wollte er nicht reden, jetzt ist die Staatsanwaltschaft mit der Einvernahme am Zug.“ Die Familie soll vor einigen Jahren von Wien ins Burgenland, in eine kleine Ortschaft mitten im Bezirk Güssing, gezogen sein. Mehr Informationen gibt es zum aktuellen Zeitpunkt nicht. „Der Opferschutz steht im Vordergrund“, begründet Dragosits.

Der Verdächtige wurde in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht und soll noch in dieser Woche vernommen werden.

MÜLLNER