Erstellt am 05. Dezember 2012, 00:00

Verbund als Lösung. Gesundheit / Die Internen Abteilungen der Krankenhäuser Güssing, Oberwart und Oberpullendorf schließen sich zum Verbund Mitte-Süd zusammen. Chef ist Gerhard Puhr.

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Von Michael Pekovics

REGION, OBERWART / Der bisher bestehende internistische Verbund Oberpullendorf und Güssing wird um die Interne Abteilung des Krankenhauses Oberwart erweitert (die BVZ berichtete). Seit 1. Dezember hat Dr. Gerhard Puhr, der bisher schon den Verbund leitete, die Führung des Verbundes Mitte-Süd. Ihm zur Seite steht in Oberpullendorf Dr. Alexandra Gendo und in Güssing Dr. Rene Fallent.

„Nicht alles an jedem Standort anbieten“

Landesrat Peter Rezar begründet die Verbundlösung damit, dass „ein Internist nicht alle Fachbereiche abdecken kann, deshalb ist der Verbund ein geeignetes Mittel, Kräfte zu bündeln, ohne die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu verschlechtern“. Durch diese Lösung werde nicht an Qualität gespart, aber „die Kosten werden gedämpft. Ins selbe Horn stößt auch KRAGES-Geschäftsführer Hannes Frech: „Die Spezialisierung schreitet voran, zusätzlich zum Leiter Dr. Puhr werden zwei zusätzliche Oberärzte installiert.“ Puhr selbst betonte, dass die bisherige Zusammenarbeit der einzelnen Standorte schon jetzt reibungslos funktioniere: „Aber jetzt können wir noch leichter Spezialwissen in Arbeitsgruppen für alle Standorte anbieten.“ Puhr wird rund drei Fünftel seiner Zeit im Krankenhaus Oberwart verbringen und je ein Fünftel in Güssing und Oberpullendorf. Seine Hauptaufgabe sieht er, auch wenn er weiterhin als Mediziner auftreten wird, eher im organisatorischen Bereich. Die Verantwortung für die Entscheidungen vor Ort werden aber zum Großteil die Oberärzte innehaben. In Güssing ist das Dr. Rene Fallent (Spezialbereich Rheumatologie), der sich bei der Vorstellung positiv zur Verbundlösung äußerte: „Im Burgenland ist eine qualitativ hochwertige Versorgung nur durch gute Zusammenarbeit möglich.“

Die Basisversorgung der Patienten wird durch die Verbundlösung nicht beeinträchtigt, aber es wird zu weiteren Spezialisierungen kommen. So werden zum Beispiel Nierenerkrankungen im Endstadium künftig hauptsächlich in Oberwart behandelt werden, während in Güssing auf die Rheumatologie gesetzt werden wird.