Erstellt am 19. April 2015, 14:00

von NÖN Redaktion

Kindheit im Krieg. 70 Jahre Kriegsende waren der Anlass dafür, dass man sich in der Volksschule Neuberg mit der damaligen Zeit auseinandersetzte.

 |  NOEN, ZVG
Neben dem Kriegsgeschehen stand vor allem das Leben der Kinder zur damaligen Zeit im Mittelpunkt des Interesses der heutigen Schulkinder. Nachdem man bereits in der Vorbereitung viele Informationen eingeholt hatte, wurden nun drei Zeitzeugen eingeladen, die damals Kinder waren. Blandine Ifkovits (damals 14 Jahre alt), Wilhelmine Kulovits (damals 9 Jahre) und Gabriela Novakovits (damals 5 Jahre alt), standen den Kindern am Donnerstag, dem 16. April nun Rede und Antwort. Geduldig beantworteten sie alle Fragen der Kinder und gaben Auskunft darüber, wie es damals war. Und jede hatte von besonderen Erlebnissen zu berichten.



So wohnte und wohnt noch immer Frau Ifkovits in unmittelbarer Nähe der Kirche. Damals waren auch Soldaten am Kirchturm verschanzt und schossen von dort herunter. Frau Kulovits erzählte, wie durch Beschuss ihr Elternhaus in den Kriegstagen in Flammen aufging und noch 6 weitere Häuser abbrannten.

Frau Novakovits konnte einen Brief ihres Vaters mitbringen, in dem er vom nahen Ende ahnend im Krieg Abschied nahm von seinen lieben zu Hause, die er nie mehr wiedersehen konnte. Auch konnte sie über darüber berichten, dass russische Besatzungssoldaten bei ihnen zu Hause einquartiert waren. Alle drei konnten den Kindern aber auch das damalige Leben vermitteln, wie mühselig es war, in der Landwirtschaft mitzuarbeiten, Vorräte zu verstecken, bei Fliegeralarm Schutz zu suchen und vieles mehr.

Die Schulkinder konnten so bleibende Eindrücke aus dieser Zeit erfahren und lauschten aufmerksam und wissbegierig den Ausführungen der drei Zeitzeuginnen. Ein wirklich lohnender Vormittag in der Volksschule Neuberg mit hautnah erlebtem Geschichtsunterricht.