Erstellt am 14. September 2011, 00:00

Vor Bescheid-Ablauf neue Pläne für Ruine. ENDLOS / In knapp zwei Wochen läuft Baubescheid für „iV-Ruine“ aus. Eigentümer plante um, 25 Wohnungen sollen kommen.

Die Bauruine auf der Hauptstraße ist Oberwarts größte Baustelle - gearbeitet wird dort allerdings schon lange nicht mehr.LEXI/ARCHIV  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die Geschichte rund um die Bauruine des ehemals geplanten „iV-Centers“ zieht sich nunmehr schon seit fünf Jahren hin. Der „Schandfleck von Oberwart“ (O-Ton Vizebürgermeister Georg Rosner, ÖVP) war zuletzt im August 2010 ins Gespräch gekommen. Damals meinte Eigentümer Josef Schreiner, Geschäftsführer des Technopark Raaba (Graz), dass der Umbau in ein Hotel interessant wäre und auch eine Tiefgarage in Planung ist.

Plötzlich ist die Rede von  betreuten Wohneinheiten

Heute, rund ein Jahr später, ist noch keine Rede von einem (neuerlichen) Baustart, wohl aber von einem neuen Projekt. „Heute (Anmerkung: Montag) haben wir die neuen Pläne an die Behörde geschickt. Wir hoffen, dass die Stadtgemeinde das neue Projekt positiv beurteilt“, sagte Schreiner im Gespräch mit der BVZ. Geplant sind 20 bis 25 betreute oder betreubare Wohneinheiten mit einem großzügigen Kommunikationsbereich im ersten Stock, im Erdgeschoss soll ein Geschäftslokal entstehen. „Wir wollen so schnell als möglich mit dem Bau beginnen“, drängt Schreiner – allerdings sagte er das auch schon vor einem Jahr. Damals meinte er, dass „spätestens im Oktober (Anmerkung: 2010) die Arbeiten beginnen sollen“. Passiert ist seit damals aber nichts.

Stadtchef Pongracz reagierte  skeptisch auf Ankündigung

Dementsprechend skeptisch reagierte Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ), als er von der BVZ mit den neuen Plänen konfrontiert wurde. „Wir müssen das auf jeden Fall einmal prüfen. Sollten die Unterlagen noch diese Woche eintreffen, dauert diese Vorprüfung aber sicher bis Ende September.“ Was Pongracz wundert, ist, dass „sich Schreiner mit einem so tollen Projekt bis zum letzten Augenblick Zeit und uns Verantwortliche dumm sterben lässt“. Sollte wirklich etwas weitergehen, sei er, Pongracz, positiv eingestellt: „Ich bin jedenfalls überrascht und harre der Dinge, die da noch kommen mögen.“ Angesprochen auf die vermutlich schlechte Bausubstanz des Rohbaus meint Schreiner: „Da sehe ich keine Probleme. Das Budget in der Höhe von 25 Millionen Euro für den Umbau ist vorhanden. Sobald die Genehmigung kommt, kann der Bau in zwei bis drei Wochen starten.“

Geringer Lichteinfall könnte  zum Problem werden

Sowohl Pongracz als auch Vizebürgermeister Georg Rosner (ÖVP) sehen aber ein großes Problem beim Projekt. „Es gab Einwände vom Arbeiternehmerschutz, dass für Büros der Lichteinfall in die Räume zu gering ist“, weiß Rosner. Und Pongracz ergänzt: „Wenn man die Räume nicht einmal für Büros verwenden darf, wie sollen dann daraus Wohnungen gemacht werden?“