Erstellt am 27. Juni 2012, 00:00

Wärme aus Oberwart: Pläne werden konkreter. LÖSUNG / Anschluss von Bad Tatzmannsdorf an Biomasseanlage Oberwart rückt näher. Dienstbarkeitsvertrag beschlossen.

VON MICHAEL PEKOVICS

BAD TATZMANNSDORF / Wie die BVZ bereits Anfang des Jahres berichtete, prüfen BEGAS und Gemeinde einen möglichen Anschluss an das Biomassekraftwerk in Oberwart. Die Pläne dürften nun konkreter werden, denn in der jüngsten Gemeinderatssitzung in der Bezirkshauptstadt wurden Dienstbarkeitsverträge mit der BEGAS beschlossen. Damit ist gewährleistet, dass die Leitungen in Grundstücken, die sich im öffentlichen Besitz befinden, eingegraben werden dürfen.

Verhandlungen mit den betroffenen Gemeinden hinsichtlich der Trassenführung gab es bereits. Die BEGAS schaltet auf Anfrage der BVZ aber einen Gang zurück: „Wir werden das Ergebnis erst nach Abschluss aller Gespräche präsentieren“, sagt Pressesprecherin Elke Hohlagschwandtner, hält aber fest, dass „die BEGAS alle Vorkehrungen getroffen hat, um eine mögliche Versorgung von Bad Tatzmannsdorf zu gewährleisten“. Mehr könne sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Bad Tatzmannsdorfs Bürgermeister Ernst Karner (ÖVP) bestätigt gegenüber der BVZ die laufenden Verhandlungen. „Meines Wissens gibt es aber noch keinen Vertrag mit einem Abnehmer.“ Infrage kommen würden das AVITA-Resort (Therme und Hotel), die Kurbad AG, die PVA (Rosalienhof) und das Rehabilitationszentrum der PVA, das derzeit um 42 Millionen Euro neu gebaut wird.

Ursprünglich war im Kurort auch ein eigenes Biomasse- beziehungsweise Fernwärmeprojekt angedacht gewesen. Fix ist für Karner aber, dass „es auch für Private die Möglichkeit geben muss, sich ans Biomassekraftwerk anzuschließen“.