Erstellt am 18. Dezember 2013, 23:59

von Vanessa Bruckner

Wahrer „Schockmoment“. Filmreife Lebensrettung /  Mann nach Herzstillstand erfolgreich wiederbelebt – engagierten Ersthelfern, dem Roten Kreuz und einem Defibrillator sei Dank.

So sehen Helden des Alltags aus. Hannes Polzer, Norbert Muhr und Marco Zingl (vl.) brachten das Herz des Patienten mit einem Defibrillator wieder zum Schlagen.  |  NOEN, Vanessa
Von Vanessa Bruckner

„Da hat einfach alles gepasst“, so Norbert Muhr vom Roten Kreuz Oberwart überzeugt. Gemeinsam mit zwei jungen Zivildienern ist er zur rechten Zeit in der richtigen Ortschaft.

„Als der Notruf eines Mannes, der einen Herzstillstand hatte, reingekommen ist, waren wir zufällig in der Nachbarortschaft mit einem Krankentransport unterwegs und waren innerhalb kürzester Zeit bei dem Patienten.

Der 68-jährige Steirer erlitt, wie der Notarzt später diagnostizierte, einen Hinterwandinfarkt und demzufolge einen Atem-Kreislauf-Stillstand. Als Erstretter waren ein Mann aus Sulzrigel und dessen Sohn sofort zur Stelle. Die beiden Männer beginnen augenblicklich mit der Herzmassage und retten dem 68-Jährigen dadurch das Leben.

Einmal geschockt und zurückgeholt

Die Rettungsaktion bekam mit dem Eintreffen der Männer vom Roten Kreuz dann noch Hollywood-Charakter. „Wir haben den Patienten lediglich einmal mit dem Defibrillator geschockt, woraufhin er sofort die Augen öffnete und mit uns zu sprechen begann. So etwas erlebt man nicht alle Tage beziehungsweise sieht man eher in Filmen“, sagt Norbert Muhr schmunzelnd.

Für die Zivildiener Marco Zingl und Hannes Polzer war es die erste Reanimation, bei der sie dabei waren. „Ich glaube, wir haben das ganz gut hinbekommen“, so Marco Zingl schmunzelnd und sein Kollege Hannes fügt an: „Der Einsatz kam so überraschend, dass keine Zeit zum Nachdenken blieb.“

Defibrillatoren sind lebensrettend

Wie lebenswichtig und wertvoll Defibrillatoren sind, hat dieser Einsatz eindrucksvoll bewiesen. Dank Erwin Kaipel gibt es jetzt drei weitere für sogenannte First Responder im Bezirk. Riedlingsdorfs ehemaliger Bürgermeister spendete kürzlich drei Geräte an das Rote Kreuz Oberwart.

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„45 First Responder in der Region standen bis letzte Woche lediglich fünf Defibrillatoren zur Verfügung. Dank Herrn Kaipel sind es jetzt drei mehr“, freut sich Bezirksstellenleiter Gerald Tallian, der im Namen aller Kollegen spricht, wenn er abschließend anfügt: „Die Überlebenschancen bei einem Atem-Kreislaufstillstand werden durch Defibrillatoren erheblich erhöht, aber leider sind die Anschaffungskosten keine Kleinigkeit, weshalb wir für jede Spende sehr dankbar sind.“