Erstellt am 19. Februar 2014, 23:59

Wald leidet: Förster fürchten Borkenkäfer. Region Oberwart / Waldverband appelliert an Waldbesitzer, umgestürzte Bäume wegzuräumen. Witterung macht Abtransport aber schwierig.

Von Michael Pekovics

Der starke Schneefall vor einigen Wochen und der darauf folgende Frost haben vor allem höher gelegenen Wäldern stark zugesetzt.

Angst vor Plage im Frühling und Sommer

Zahlreiche Bäume sind umgestürzt, viele Äste und Wipfel konnten der schweren Last nicht standhalten und brachen ab. Experten befürchten nun die Gefahr einer neuen Borkenkäferplage im Frühling und Sommer.

„Richtige Flächenschäden haben wir bis jetzt zwar noch keine gemeldet bekommen, aber in Summe sind schon viele einzelne Bäume in fast jedem Wald betroffen“, bestätigt Herbert Stummer, Geschäftsführer des burgenländischen Waldverbandes und Forstberater der burgenländischen Landwirtschaftskammer.

„Vor allem die höher gelegenen Wälder sind vom Eis- und Schneebruch betroffen, in den tiefen Lagen hat zudem der Sturm den Bäumen zugesetzt.“

„Nachschauen und dem Wald etwas Gutes tun“

Vor allem Nadelbäume wie Fichten oder Kiefern wurden in Mitleidenschaft gezogen, beziffern lasse sich der Schaden seriöserweise aber nicht, sagt Stummer: „Wenn aber die umgestürzten Bäume liegen bleiben, dann besteht die Gefahr, dass sich bei wärmeren Temperaturen um die 15 Grad Celsius die Borkenkäfer rasch vermehren.“

Der Waldverband rät den Waldbesitzern, nachzuschauen, ob und wie stark die eigenen Wälder betroffen sind. „Einzelne Bäume abzutransportieren ist vor allem bei dieser nassen Witterung ein Problem und bedeutet viel Aufwand für den Einzelnen. Aber man tut dem Wald damit etwas Gutes, sonst hat man im Sommer nicht nur ein paar Bäume, sondern gleich hunderte verloren“, appelliert Stummer. „Die Brüche müssen aufgearbeitet werden – dem eigenen Wald zuliebe.“