Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

Warten auf Entscheidung. RINDER / Agrarsprecher Reinhard Jany stellt sich nach BVZ-Bericht hinter Landwirt: „Streit auf dem Rücken der Konsumenten.“

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VON MICHAEL PEKOVICS

WIESFLECK, PINKAFELD / Nach den BVZ-Berichten der Vorwoche über einen an der Hottergrenze zu Pinkafeld geplanten Rinderstall für 200 Tiere eines Wiesflecker Landwirts meldet sich nun ÖVP-Agrarsprecher Reinhard Jany zu Wort. „Es scheint beinahe ein System dahinter zu sein, die heimische Tierhaltung abzudrehen“, ärgert sich Jany, selbst Landwirt aus Unterschützen. „Das ist leider kein Einzelfall: Viel zu oft wird Landwirten ohne logischen Grund das Wachsen des Betriebes verwehrt.“

Jany machte die Causa auch zum Thema bei der Landtagssitzung (siehe Politik Seite 5): „Ich habe Kurt Maczek gefragt, ob er schon im Wahlkampf ist. Und warum er seinen Wahlkampf auf dem Rücken eines Landwirts austragen will.“ Pinkafelds Bürgermeister Maczek hatte in der Vorwoche erklärt, er werde mit „allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ gegen das Projekt von Landwirt und ÖVP-Gemeinderat Martin Hettlinger vorgehen. Unter anderem will Maczek eine Unterschriftensammlung unter den Pinkafelder Bewohnern im Marktfeld durchführen.

Interessant: Wiesflecks  Architekt befangen?

Wie Recherchen der BVZ ergaben, wohnt der Architekt, der für die Gemeinde Wiesfleck die Flächenwidmungspläne macht, selbst in Pinkafeld und noch dazu ausgerechnet im Marktfeld. Wiesflecks Bürgermeister Hans Brenner (ÖVP) bestätigt: „Wir warten nach wie vor auf die Entscheidung der Raumplanungsbehörde. Ich kann nicht beurteilen, ob unser Architekt befangen ist. Wenn das aber der Fall sein sollte, dann wird es wahrscheinlich ein Gegengutachten geben.“ Hinter vorgehaltener Hand war zu hören, dass das derzeit existierende Gutachten des Architekten die Umwidmungspläne „eher negativ“ beurteilt.

Bürgermeister Hans Brenner (ÖVP): „Wir leben nun mal am Land, warum das so aufregt, verstehe ich nicht.“