Erstellt am 17. November 2010, 00:00

Warten auf Kostenschätzung. GEMEINDERAT / Einstimmiger Grundsatzbeschluss in Großpetersdorf. Vor der fixen Entscheidung warten Verantwortliche aber weiter auf Kostenschätzung für Umbau.

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VON MICHAEL PEKOVICS

GROSSPETERSDORF / Unendlich ist die Geschichte noch nicht, aber nahe dran. Schon vor der Landtagswahl am 30. Mai wurden von den SPÖ-Landesräten Helmut Bieler und Peter Rezar die Pläne für den Umbau des Großpetersdorfer Hotels GIP in ein Altenwohn- und Pflegeheim präsentiert.

Bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Freitag waren sich SPÖ und ÖVP einig – nämlich darüber, dass vor einem endgültigen Beschluss zuerst Kostenschätzungen und wirtschaftliche Analysen eingeholt werden müssen. Damit ist man dem tatsächlichen Umbau zwar keinen Schritt näher als zuvor gekommen, aber zumindest sieht die ÖVP-Fraktion ihre Forderungen teilweise erfüllt. Auch deswegen, weil der ursprüngliche Antrag der SPÖ („Grundsatzbeschluss für den ... Umbau ... GIP ... in ... Altenwohn- und Pflegeheim“) nach einem Abänderungsantrag der ÖVP in einem Kompromiss mündete: Nun soll „die wirtschaftliche Umsetzbarkeit der Umsetzung eines Altenwohn- und Pflegeheims im ... GIP“ eruiert werden. Und weiter: „Sollte diese Überprüfung ergeben, dass ein Um- oder Ausbau für die Gemeinde nicht vertretbar ist, sind alternativ Standorte für einen Neubau zu erheben und Verhandlungen betreffend der Tagsatzzusicherung mit dem Land aufzunehmen“.

Die ÖVP sieht sich bestätigt: „Wir wollten schon immer genau die detaillierten Kosten für den Umbau und den laufenden Betrieb wissen“, sagt Vizebürgermeister Hans Peter Werderitsch (ÖVP) gegenüber der BVZ. „Ein Neubau wäre für uns genauso möglich.“ Für ihn ist der Umbau des Hotels deshalb aber noch lange nicht fix, auch wenn SPÖ-Bürgermeister Winfried Kasper darauf pocht und auf die vom Land garantierte Tagsatzvereinbarung für 30 Betten hinweist: „Wir haben jetzt einmal fixiert, dass die Umbaukosten 1,8 Millionen Euro nicht übersteigen dürfen. Für 30 Betten haben wir eine Tagsatzvereinbarung, die Gemeinde wäre zusätzlich für 14 betreute Wohneinheiten verantwortlich.“

Als möglicher Betreiber wird derzeit der Arbeitersamariterbunde (ASB) gehandelt. Für Stefan Zlatarits (ÖVP) befindet sich das Projekt „derzeit am gleichen Stand wie Anfang April 2010“: „Nur jetzt haben wir das auch beschlossen.“ Seitens des Landes ist geplant, die derzeit am Hirschenstein vorhandenen Betten auf Rechnitz (Neubau) und Großpetersdorf (Umbau GIP) aufzuteilen.