Erstellt am 16. September 2015, 11:34

von NÖN Redaktion

Wasser: Alles fließt. Das Thema Wassermangel ist im Südburgenland nicht mehr aktuell. Trotz doppeltem Verbrauch im Sommer keine Probleme.

WVSB-Geschäftsführer Christian Portschy ist zufrieden: »Wassermangel ist kein Thema mehr.«  |  NOEN, BVZ

Das Kapitel „Wassermangel“ ist im Südburgenland nicht mehr aktuell. Die Strategie des WVSB (Wasserverband Südliches Burgenland) ist auf eine langfristige Sicherung der Versorgung ausgerichtet, das hat sich laut Geschäftsführer Christian Portschy bewährt: „Durch den ständigen Ausbau in den letzten Jahren wurden die Versorgungssicherheit massiv erhöht.“

Der WVSB hat die enormen Temperaturen im Sommer gemeistert, obwohl sich die Verbrauchswerte mehr als verdoppelt haben. Der WVSB wäre sogar noch in der Lage gewesen auf rund ein Drittel Reserven zurückzugreifen, rund vier Millionen Liter standen täglich als „Polster“ zur Verfügung.

Bis zu elf Millionen Liter Trinkwasser wurden täglich geliefert. Alle vollversorgten Gemeinden wurden mühelos versorgt. Gewisse teilversorgten Gemeinden wurden teilweise bis zu 70 Prozent vom WVSB mitversorgt.

Dreifacher Verbrauch im Pinkatal gemessen

„Im Pinkatal hat sich der Verbrauch insgesamt fast verdreifacht. In Bildein stöhnten beim picture on-Festival mehr als 2.500 Besucher in der Hitze und fanden Abkühlung bei den rund um die Uhr laufenden Duschen. Auch die Wassererlebniswelt Moschendorf war bestens besucht, dadurch wurden täglich mehr als 300.000 Liter Wasser verbraucht“, erklärt Portschy.

Im Weinbau mutierte der WVSB gar zum Lebensretter. Am Eisenberg drohten junge, frisch ausgesetzte Reben zu verdorren. Sie konnten bewässert werden, wodurch ein beachtlicher Schaden vermieden wurde.

Die neue Photovoltaikanlage in Oberwart, die im Juni in Betrieb genommen wurde, hat die Bewährungsprobe gemeistert und konnte bis dato 16.000 kwh Strom für die Wasseraufbereitungsanlage erzeugen, dadurch wurden elf Tonnen CO2 eingespart.

Einzige Schattenseite beim Rückblick: Durch den enormen Wasserverbrauch war die Belastung der, zum Teil in einigen Gemeinden schon sehr alten Wasserleitungsrohre, enorm. Dadurch kam es vereinzelt zu Rohrbrüchen.