Erstellt am 29. Dezember 2010, 00:00

Wasser: Unter der Erde tickt eine „Zeitbombe“. INFRASTRUKTUR / Immer wieder passieren in der Bezirkshauptstadt Rohrbrüche. Vor allem die Wienerstraße ist betroffen.

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OBERWART / Unterzieht man die Oberwarter Hauptstraße (Wienerstraße) einer Begutachtung, stechen einem schnell die vielen neu asphaltierten Stellen ins Auge. Grund dafür sind die häufigen Wasserrohrbrüche.

Der jüngste Rohrbruch passierte just am Mittwochvormittag vor Weihnachten, mitten in der Hauptverkehrszeit des an diesem Tag überaus gut besuchten Wochenmarktes. Sogar der Ö3-Verkehrsfunk gab eine Warnung durch. Die Straße wurde zwischen der Ampel und der Grazerstraße beim Lokal Tamdhu gesperrt – die eingesetzten Polizisten hatten aber viel Mühe, die Autofahrer am Weiterfahren zu hindern. Grund für die Sperre war, dass das Leck mit einem stethoskopartigen Gerät gesucht werden musste – der Einsatz dieses Geräts ist aber nur möglich, wenn keine Fahrzeuge unterwegs sind. Denn das ausströmende Wasser riss ein Loch in den daneben verlaufenden Abwasserkanal und kam erst gar nicht an die Oberfläche.

Poiger: „Danke an die  Bürger für ihre Geduld“

Grund für die ständigen Wasserrohrbrüche ist das desolate Leitungsnetz. Vor allem die Rohre unter der Wienerstraße sind in einem desolaten Zustand. Ob und wann es zu einer Sanierung kommen kann, ist aber fraglich. Schließlich hängt dieses Projekt einerseits von den finanziellen Möglichkeiten der Bezirkshauptstadt ab und andererseits davon, wie die bereits vor Monaten angekündigte Umstrukturierung des Verkehrs in der Innenstadt schlussendlich umgesetzt werden soll. Roland Poiger, Leiter des städtischen Bauamts, bedankt sich jedenfalls einerseits für „die Geduld der leid geprüften Anrainer der Wienerstraße und andererseits bei meinen Mitarbeitern für ihren großartigen Einsatz“.

Immer wieder stören Rohrbrüche den Verkehr. Ob Geld für Sanierung vorhanden ist, ist fraglich.