Erstellt am 01. Januar 2014, 23:59

von Eva-Maria Leeb

Wasser wird teurer. Gemeinderat / In Pinkafeld wird das Wasser um 15 Prozent teurer. Dies löste in der Gemeinderatssitzung heftige Diskussionen aus.

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Von Eva-Maria Leeb

PINKAFELD / Heftige Diskussionen löste das Thema „Wassergebühren“ in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2013 in Pinkafeld aus. Das kühle Nass soll nämlich 2014 teurer werden. Die Wasserbezugsgebühr soll von bisher 1,15 Euro auf 1,30 Euro angehoben werden, was einer Erhöhung von 15,04 Prozent entspricht.

„Diese Erhöhung wurde notwendig, da der Wasserverband südliches Burgenland die Preise angehoben hat. Im Gegensatz zu vielen anderen Gemeinden ist unser Wasserpreis aber immer noch moderat und wir verkaufen das Wasser trotzdem nicht kostendeckend“, erklärt SP-Bürgermeister Kurt Maczek die Erhöhung. Diese Ankündigung löst sowohl bei ÖVP als auch bei FPÖ Proteste aus. Beide Parteien sprechen sich gegen eine derart drastische Preiserhöhung aus.

Keine genauen Daten zum Wasser- und Kanalnetz

VP-Vizebürgermeister Friedrich Luisser etwa meint: „Nach wie vor haben wir in Pinkafeld keine genauen Kalkulationen, weder zum Wasser- noch zum Kanalnetz. Auch zum Verbrauch und der zugekauften Wassermenge gibt es keine Messungen. Zudem habe ich schon im Vorjahr vorgeschlagen, diese Erhöhung in mehreren Schritten vorzunehmen, was nicht passiert ist.“ Auch FP-Gemeinderat Peter Jauschowetz sieht eine solche Preissteigerung kritisch. Vor allem die sozial schwächeren Mitbürger würde dies hart treffen. Dem widerspricht Bürgermeister Maczek, da es auch zu einer Erhöhung der Sozialtarife kommen werde. In Richtung Luisser erklärt der Bürgermeister, dass es mittlerweile Kalkulationen sowohl zum Wasser-, als auch zum Kanalnetz gebe, die jederzeit am Gemeindeamt einzusehen seien.

Die Erhöhung der Wasserbezugsgebühr wird nur mit den Stimmen der SPÖ beschlossen. ÖVP und FPÖ stimmen gegen die, ihrer Meinung nach, zu drastische Steigerung.