Erstellt am 29. Juni 2011, 00:00

Weiter Kampf um Bahn, Kritik am Busverkehr. VERKEHR / Während Initiative „Pro Bahn“ in Eisenstadt demonstriert, gibt es in Jennersdorf Kritik am Schienenersatzverkehr.

VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART, JENNERSDORF / Die Mitglieder der Initiative „Pro Bahn Südburgenland“ lassen nicht locker. Nach der Übergabe von 5.000 Unterschriften für den Erhalt des Personenverkehrs auf der Strecke Oberwart-Friedberg an Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) veranstaltete sie am Donnerstag, dem 30. Juni, eine Demonstration vor dem Landhaus in Eisenstadt. Dabei werden sie Landtagspräsident Gerhard Steier vor der Landtagssitzung ebenfalls die angesprochenen 5.000 Unterschriften übergeben.

„Wir fordern einen Beschluss des Landes über den Aufschub der Einstellung des Personenverkehrs für zumindest ein Jahr und die Errichtung einer Arbeitsgruppe, die in dieser Zeit ein Zukunftskonzept für den öffentlichen Verkehr und die Attraktivität der Bahnlinie Oberwart-Wien erarbeiten soll“, sagen Dietrich Wertz, Christoph Wacholder, Johanna Glaser und Josef Miklos von „Pro Bahn“. Dass ihre Bemühungen bereits Erfolg zeigen, beweist auch eine von Landeshauptmann Hans Niessl einberufene Pressekonferenz gestern, Dienstag (nach Redaktionsschluss) mit dem Thema „Aktuelle Maßnahmen im öffentlichen Verkehr für das südliche Burgenland“.

Ob dabei auch die Problematik in Jennersdorf angesprochen wird, ist fraglich. Die Kritik am Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Jennersdorf und Fehring wird nämlich immer lauter. Einerseits, weil der Bus viel länger unterwegs ist als die Bahn. Andererseits, weil in Fehring lange Strecken zu Fuß zurück zurück zu legen sind, um zum Bahnhof zu gelangen, behauptet der Grüne Gemeinderat Robert Necker. „Das Land hat verabsäumt, an den neuen Fahrplänen des steirischen Verkehrsbundes mitzuarbeiten“, kritisiert Necker. „Viele ehemalige Bahnfahrer sind wegen der langen Fahrzeiten bereits auf den Pkw umgestiegen. Zudem wird der Umweltgedanke dabei völlig außer Acht gelassen.“ Dieselbe Befürchtung haben auch die Vertreter der Initiative „Pro Bahn Südburgenland“.