Erstellt am 28. Dezember 2011, 00:00

Weniger Förderungen für den „Discobus“. JUGENDMOBILITÄT / Während die Zukunft des Busses in Jennersdorf ungewiss ist, dürften im Bezirk alle Gemeinden dabei sein.

Im Bezirk fährt der Discobus seit vier Jahren. 2012 sollen die Fördermittel des Bundes erheblich gekürzt werden. Das Projekt befindet sich in Gefahr, da die Kosten für die Gemeinden explodieren könnten.  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

BEZIRKE / Seit dem Jahr 2004 ist der „Verein Discobus“ ein wichtiger Partner in Sachen Jugendmobilität, obwohl die Konkurrenz durch das „Jugend Taxi“ immer größer wird. Im kommenden Jahr 2012 wird sich nun der Förderschlüssel beim Discobusprojekt für die Gemeinden ändern. Die Förderungen für den Discobus werden aus dem Nahverkehrstopf des Bundes bezogen. Während die Förderung im Jahr 2008 und 2009 noch 79 Prozent betragen hat, wurden im vergangenen Jahr 2010 nur mehr 72 Prozent vom Bund gefördert.

Für das Jahr 2011 sind laut Discobus-Geschäftsführer Thomas Hoffmann noch keine Fördersummen berechnet beziehungsweise ausbezahlt worden. Für das kommende Jahr 2012 hat der Bund nun den Förderschlüssel geändert. Der Trend entwickelt sich weiter nach unten. Für 2012 müssen die Gemeinden mit erheblich weniger Förderungen rechnen.

Förderungen könnten 2012  unter 50 Prozent fallen

Von bis zu 50 Prozent weniger war im Vorfeld die Rede. Discobus-Obmann und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits beruhigt und erklärt: „Alle Gemeinden aus dem ganzen Burgenland erhalten gleich viel Förderungen. Die Fördersummen werden jeweils per Ende des Jahres ausbezahlt. Auch wenn die Prognosen eher vorsichtig gemacht werden, sind wir trotzdem optimistisch. Trotzdem wissen wir jetzt noch nicht, wie viel die Gemeinden am Ende des Jahres zurück bekommen.“

Jede Gemeinde, die beim Projekt „Discobus“ dabei ist, muss die Finanzmittel im Vorfeld einplanen, dies geschieht im Rahmen der Budgeterstellung. „Rückmeldungen, dass eine Gemeinde aus dem Bezirk Oberwart im kommenden Jahr nicht mehr beim Projekt ’Discobus‘ dabei sein möchte, hat es keine gegeben“, sagt Thomas Hoffmann.

Discobus steht im Bezirk  Jennersdorf vor dem „Aus“

Im Bezirk Jennersdorf wird Anfang des Jahres über den Regelbetrieb des Discobusses eine Entscheidung fallen. Der Probebetrieb hat am 17. Dezember geendet, nun müssen die Gemeinden über eine Fortführung entscheiden. Während Minihof Liebau, St. Martin an der Raab, Mühlgraben, Dt. Kaltenbrunn und Rudersdorf dabei sind, steht die Entscheidung, von der auch die Fortführung abhängt, in Eltendorf und Königsdorf aus.