Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

„Wenn Gemeinde nicht will, will ich auch nicht“. MOTOMOTION ABGESAGT / Ferdinand Liendl wartete bis Montagabend auf Info von der Gemeinde. Dann sagte er die Messe ab.

Abgebrannt. Die für 11. bis 13. März geplante Motomotion findet heuer nicht statt. Veranstalter Ferdinand Liendl sagte die Messe am Montag ab.LEXI/ARCHIV  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die Automesse Motomotion ist geplatzt. Das gab Messeveranstalter Ferdinand Liendl gegenüber der BVZ am Montagabend um 21 Uhr, kurz vor Redaktionsschluss, bekannt.

Liendl denkt nicht daran,  Geld an Stadt zu überweisen

„Die Gemeinde hat mir versprochen, dass sich jemand bei mir meldet, das ist nicht passiert“, sagte Liendl. „Offensichtlich ist die Motomotion der Stadt egal. Wenn die Gemeinde nicht will, dann will ich auch nicht mehr.“ Geld wird Liendl keines überweisen, denn: „Laut meinem Anwalt ist der Vertrag, so wie er geschrieben ist, nur dann gültig, wenn ich vorab die Hälfte des Mietpreises überweise. Das habe ich nicht gemacht.“ Zudem gebe es noch die Möglichkeit, die Messe zu verschieben.

Keine Stornogebühr bei  Verschiebung der Messe

Tatsächlich steht im Vertrag, der der BVZ vorliegt, dass „im Falle einer Verschiebung keine Stornogebühr zu bezahlen ist“. Liendl weiter: „Falls der Vertrag doch gültig sein sollte, hat die Gemeinde bereits ein Schreiben von mir, dass ich die Motomotion auf das Jahr 2050 verlege. Wenn die Gemeinde doch noch Geld von mir haben will, dann soll sie sich bei mir melden.“

Bürgermeister Gerhard Pongracz ist anderer Meinung: „Liendl führt ein Rückzugsgefecht, laut Vertrag muss er zahlen. Der Satz mit der Verschiebung gilt nur dann, wenn es Gründe dafür gibt, da mache ich mir keine Sorgen.“ Außerdem „will ich mich als Gemeinde nicht in bestehende Geschichten einmischen“. Die Hallenmiete beträgt 10.000 Euro.