Erstellt am 27. Oktober 2010, 00:00

WiBAG: Ein Herz für CNC. WIRTSCHAFT / Nach Übernahme der in Konkurs geschlitterten Firma „CNC Mechatronik“ könnte der Standort sogar ausgebaut werden. Neuer Name: „Kemetec GmbH“.

VON MICHAEL PEKOVICS

KEMETEN, PINKAFELD / Vor einigen Wochen musste die Firma „CNC Mechatronik“ in Kemeten mit Schulden in der Höhe von 800.000 Euro Konkurs anmelden, insgesamt 39 Arbeitsplätze waren in Gefahr. Seit vergangener Woche gibt es aber eine Lösung. Die Firmengruppe „Herz“ übernimmt das Anlagevermögen aus der Konkursmasse und wird den Betrieb ab 2. November unter dem Namen „Kemetec GmbH“ fortführen. „Der Standort in Kemeten ist gesichert“, bestätigt Peter Hosek, Kemetec-Geschäftsführer und bisheriger Leiter der Konzernrechtsabteilung der HERZ Armaturen GmbH, die erst vor Kurzem einen Standort in Pinkafeld eröffnet hat.

Betrieb wird fortgeführt,  Erweiterung ist angedacht
Jetzt geht es darum, mit allen Kunden und Lieferanten neue Übereinkommen zu treffen. „Wir sind organisatorisch aber schon so weit, dass der Betrieb nahtlos weitergeführt werden kann“, ist Hosek zuversichtlich, weist aber auch darauf hin, dass „die vorgefundene Infrastruktur für unser Verständnis nicht zu hundert Prozent optimal ist und wir deswegen einige bauliche Änderungen und Erweiterungen durchführen wollen. Auch deswegen, weil wir neue Technologien etablieren wollen“. Geplant ist, dass in Kemeten neben der normalen Produktion auch Geräte und Werkzeuge für die Herz-Gruppe hergestellt werden.

Bei der WiBAG wurde bereits ein Förderansuchen eingereicht, das bestätigt Vorstand Peter Schmitl: „Wir bearbeiten das Ansuchen gerade. Wichtig ist, dass die Arbeitsplätze gesichert wurden und der Betrieb weiter gehen kann.“

Unklar ist allerdings noch, ob der „Fall CNC“ rechtliche Folgen haben wird. Die WiBAG meinte nach dem Konkursantrag, „massiv getäuscht worden zu sein“. Laut Schmitl „gilt das noch immer“, man müsse aber die Untersuchungen des Bundeskriminalamts abwarten: „Wir bereiten Anzeigen vor, die sich vielleicht auch gegen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer richten könnten – und natürlich auch gegen die früheren Betreiber.“