Erstellt am 30. Juli 2014, 07:01

von Michael Pekovics

Wiesfleck: Wirbel um Jagdpacht. Bezirkshauptmannschaft hob Beschluss zur Vergabe auf. Jetzt ermittelt sogar der Staatsanwalt wegen Urkundenfälschung.

 |  NOEN, bidlerbox.at
So gut wie alle Jagdpachten im Bezirk sind bereits vergeben, nur jene in Wiesfleck nicht. Die Bezirkshauptmannschaft (BH) Oberwart hob einen Anfang Mai gefassten Beschluss des Jagdausschusses wegen „mehrfacher Missachtung maßgebender gesetzlicher Bestimmungen“ auf – und schickte eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung.

Die Causa begann Ende April, als der Wiesflecker Jagdausschuss beschloss, die Jagd an die bisherigen Pächter zu vergeben. Obmann Heinz Böhm rief aber eine neuerliche Sitzung ein, woraufhin zwei Mitglieder des Jagdausschusses ihr Mandat zurücklegten. An dieser Sitzung nahmen nur drei Mitglieder teil, dennoch erfolgte ein Beschluss.

BH hob Beschluss auf, Staatsanwalt ermittelt

Der in der zweiten Sitzung gefasste Beschluss, die Jagdpacht einer anderen Gruppe zu geben, wurde dann von der Bezirkshauptmannschaft aufgehoben. „Jetzt hat der Jagdausschuss die Möglichkeit, die Jagd innerhalb von acht Wochen neu zu vergeben“, sagt Horst Baumgartner von der BH. Außerdem bestätigte Baumgartner, dass im Zuge des Verfahrens eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwalt Eisenstadt geschickt wurde: „Wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung.“

„Es ist nun damit zu rechnen, dass in den nächsten Wochen einer neuer Anlauf unternommen wird, um diese Jagd zu verpachten“, sagt Jagdausschussmitglied Horst Gamauf. Es habe auch schon einen Termin dafür gegeben.

Da die Aufhebung aber noch keine Rechtskraft hatte, wurde von der BH davon abgeraten, diese Sitzung durchzuführen. Diese wurde dann kurzfristig abgesagt. „Für die Liste ,Land & Forstwirtschaftliche Interessensgemeinschaft‘ steht jedenfalls fest: Die Wiesflecker Jagd den Wiesflecker Jägern“, so Gamauf. Böhm war für die BVZ nicht erreichbar.