Erstellt am 11. September 2013, 00:00

Wirbel um Mast. Verschandelte Landschaft / 300 Bürger sprechen sich gegen geplanten Standort aus. Politik hofft auf negatives Gutachten des Landes.

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Von Michael Pekovics

Verschandelte Landschaft / So wie in Wolfau (die BVZ berichtete), regt sich nun auch in Buchschachen Widerstand gegen einen geplanten A1-Handymast.

Der 36 Meter hohe Funkmast hat eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen, die bereits 300 Unterschriften in der 600-Einwohner-Gemeinde gesammelt hat und auch die Politik hinter sich weiß.

„Gibt auch andere Grundstücke, wo er aufgestellt werden kann“

Hauptargument gegen den Mast ist die „Verschandelung des Landschaftsbildes“. Laut Bürgermeister Hermann Pferschy (ÖVP) gibt es zwar einen diesbezüglich positiven Bescheid, ein neues Gutachten des Landesumweltanwalts Hermann Frühstück soll aber negativ ausgefallen sein.

„Darauf werden wir uns stützen und die Bescheide beeinspruchen. Außerdem liegt der Sterntalerhof nur wenige hundert Meter vom geplanten Standort entfernt.“ So wie Pferschy ist auch Vize Alfred Lehner (SPÖ) für einen alternativen Standort. „Buchschachen braucht diesen Mast zwar, weil es teilweise schlecht versorgt ist. Aber es gibt auch andere Grundstücke, wo er aufgestellt werden kann.“

A1: Anderer Standort kommt nicht infrage

Um bildlich darzustellen, wie hoch der geplante Handymast werden soll, haben Vertreter der Bürgerinitiative einen Kran aufgestellt (siehe Bild links, Foto Anton Dirnberger). „Dieser Mast würde die wunderbare Landschaft im Stegersbachtal völlig zerstören“, sagt der Sprecher der Bürgerinitiative Karl Kumpfmüller.

Für den Mobilfunkanbieter A1 kommt ein anderer Standort aber nicht infrage: „Das Datenvolumen wächst ständig, derzeit gibt es in diesem Gebiet keine UMTS-Versorgung. Laut einem Gutachten des Landes ist keine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes zu erwarten,“ sagt A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm. „Die von der Gemeinde angebotenen alternativen Standorte sind nicht realisierbar, das haben wir der Gemeinde auch mitgeteilt.“