Erstellt am 16. Januar 2013, 00:00

Wirbel um Parkplatz. Innenstadt / Eigentümervertreter widerspricht Darstellung der Gemeinde: „Wir hätten die Kosten für die Zufahrtsrampe selbst getragen.“

Von Michael Pekovics

OBERWART / Wie in der Vorwoche berichtet, ist der Schotterparkplatz beim Bahnhof seit 1. Jänner gesperrt. Nun hat sich Eigentümervertreter Sepp Baldia zu Wort gemeldet und widerspricht den Aussagen der Gemeinde.

Laut ihm sei der Vertrag nicht von ihm gekündigt worden, sondern die Gemeinde habe ihn nicht verlängert. „Unsere Idee war, dass die Gemeinde uns ein Geh- und Fahrrecht über ihre Grundstücke anbietet. Die Kosten für die Errichtung der Zufahrt hätten wir getragen.“ Baldia ärgert sich darüber, dass „die Gemeinde schon zwei Jahre lang keine klare Stellungnahme zur Problematik abgegeben hat. Wir wären bereit gewesen, diese Rampe zu bauen – wenn uns die Dienstbarkeit für die gemeindeeigenen Grundstücke eingeräumt worden wäre“.

Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) bleibt aber dabei, dass „durch die vielen ‚wenn, dann‘-Bedingungen Abhängigkeiten geschaffen wurden, die nicht von heute auf morgen gelöst werden können. Am Ende des Tages will ich den Parkplatz aber auf jeden Fall erhalten, an den 10.000 Euro Miete pro Jahr soll es nicht scheitern – das können wir uns leisten“.

Eine Lösung scheint kurzfristig nicht in Sicht. Hintergrund der langwierigen Verhandlungen zwischen Gemeinde und Eigentümervertreter dürften einige längerfristig geplante Projekte in der Stadtgemeinde sein. Außerdem würde sich, so heißt es aus dem Rathaus, durch die Schaffung einer Zufahrt und der dadurch zwangsläufigen Umwidmung in Bauland/Geschäftsgebiet der Wert des Grundstücks verfünffachen.