Erstellt am 24. April 2013, 00:00

Wirbel um Autostraße. Verkehr / Langsame Fahrzeuge dürfen nicht mehr auf Umfahrung
fahren. Landwirte müssen mit schweren Maschinen durch die Stadt.

Von Michael Pekovics

OBERWART / Seit Ostern ist die Umfahrung zwischen den beiden Kreisverkehren „McDonald“ und Unterwart als Autostraße deklariert. Nun regt sich Kritik der Landwirte, weil sie künftig durch das Stadtgebiet fahren müssen. Und auch die Aufregung unter den Anrainern wird nicht lange auf sich warten lassen, wenn vor allem zur Erntezeit Traktoren mit Anhängern durch die Stadt brausen werden.

Laut Bezirkshauptmann Hermann Sagmeister ist es grundsätzlich so, dass „die Umfahrung nur von schnelleren Fahrzeugen und nicht von Radfahrern, Mopedautos und Traktoren benutzt werden soll. Die Bauern können ja den Weg durch die Stadt nehmen“. Für die Landwirte keine zufriedenstellende Lösung. „Einige sind an uns heran getreten und haben gesagt, dass sie nicht durch die Stadt fahren können. Ein Mähdrescher würde gar nicht richtig durchkommen“, sagt Richard Matyas vom landwirtschaftlichen Bezirksreferat.

„Traktoren in der Stadt: Das ist eine Zumutung“

Landtagsabgeordneter Reinhard Jany (ÖVP) möchte sich nun dafür einsetzen, dass die Verordnung neu verhandelt wird: „Es gibt negative Stellungnahmen der Landwirte und der Wirtschaftskammer – das wäre eine Zumutung, wenn die Traktoren durch die Stadt fahren müssten, sowohl für die Bauern als auch für die Anrainer.“ Aus der Straßenverwaltung heißt es aber, dass „die Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und des -flusses beitragen soll“. Es sei aber vorstellbar, dass es für einzelne große Traktoren eine Ausnahmebewilligung gibt.

Stadtchef Georg Rosner (ÖVP) geht es um den Schutz der Anrainer. „Die positive Stellungnahme der Stadtgemeinde wurde noch von Altbürgermeister Gerhard Pongracz abgegeben. Wenn der Verkehr so ausartet, dass wir ein Problem bekommen und die Bevölkerung belastet wird, dann werde ich als Bürgermeister einschreiten.“