Erstellt am 23. November 2011, 00:00

Wirtschaft fordert Hilfe: Verein schärft das Profil. INNENSTADT / Ergebnisse des zweitägigen Workshops wurden präsentiert. UnternehmerInnen zeigten großes Interesse.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / „An Kreativität mangelt es euch nicht“, meinte Georg Gumpinger, vom Beratungsunternehmen CIMA, bei seinem einleitenden Referat. Im Festsaal der Wirtschaftskammer wurden in der Vorwoche die Ergebnisse eines zweitägigen Workshops präsentiert. Ziel war, neue Strategien und Projektideen zu sammeln, um die Oberwarter Innenstadt wieder attraktiver – und für die Unternehmer wohl wichtiger: lukrativer – zu machen. „So schlecht stehen wir nicht da“, gab OW-Plus Obmann Manfred Marlovits zu bedenken. „Aber klar ist auch, dass etwas passieren muss.“ Das beweist auch der „City-Check“ der Wirtschaftskammer: Oberwart wird darin zwei Mal mit der wenig schmeichelhaften Note „4“ (schwach) bewertet – nämlich was Ambiente und Infrastruktur betriff. Einzig der Branchenmix wurde als „gut“ gelobt. Das betonte auch Marlovits und appellierte: „Es gibt so viele verschiedene Unternehmen bei uns – jedes unserer 150 Mitglieder ist eingeladen, im Rahmen seiner Möglichkeiten mitzuhelfen.“

Projekte auf Schiene: Die  Finanzierung ist fraglich

Nach der Vorstellung von zehn „realistisch umsetzbaren“ (Gumpinger) Projekten ging es zur Abstimmung – jeder der Anwesenden hatte zwei Stimmen: 22 davon erhielt das Projekt „Bessere Bewerbung des WOW“ (Warengutschein Oberwart) und 19 waren für einen gemeinsamen Werbeauftritt. Weiters sollen mehr Events veranstaltet werden, etwa mit jungen Musikgruppen, die während der Geschäftszeiten auftreten sollen. Wichtig war den anwesenden Unternehmern auch die „Schaffung von Wohlfühlbereichen“.

Dass das alles nicht ohne die notwendigen finanziellen Mittel umgesetzt werden kann, ist Marlovits klar. „Wir werden uns im Dezember mit der Gemeinde und dem Tourismusverband zusammensetzen, nur mit den Mitgliedsbeiträgen alleine wird die Umsetzung der Ideen schwierig.“ „Hausherr“ Ronald Rasser, Regionalstellenleiter der Wirtschaftskammer, begrüßte die Aktion: „Es war wichtig, dass jetzt genau definiert wurde, was Oberwart Plus eigentlich will. Das Profil wurde geschärft, konkrete Aktivitäten wurden präsentiert – jetzt heißt es, mit der Umsetzung zu beginnen.“

Georg Gumpinger vom Beratungsunternehmen CIMA präsentierte die möglichen Projekte.