Erstellt am 08. August 2012, 00:00

WISSENSWERTES. SCHWAMMERL-SUCHE / Allerorts werden derzeit die Wälder gestürmt. Pro Person und Tag sind aber nur zwei Kilo erlaubt.

Julia Pekovics und Alexander Wurditsch fanden am Wochenende einen riesigen Parasol (Gewicht 500 Gramm) in den Wäldern rund um Weißenbachl: Mit einer Länge von 50 Zentimetern und einem Kappenumfang von 30 Zentimetern kann das Schwammerl gut und gerne auch als Regenschirm benutzt werden.ZVG  |  NOEN
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VON MATEJA JURIC

REGION / Nach dem Regen kommt die Sonne – und damit auch die beste Zeit für die Schwammerlsucher. Zwei Kilo dürfen maximal pro Tag und Person gesammelt werden – außer der Waldbesitzer legt eine andere Menge fest. Wird man mit mehr erwischt, droht eine Strafe in der Höhe von bis zu 150 Euro. Dass man eine solche aber auch bekommt, ist unwahrscheinlich. Denn auf der Bezirkshauptmannschaft Oberwart heißt es, es haber heuer noch keine Anzeigen gegeben.

Martina Schabhüttel, selbst  begeisterte Schwammerlsucherin, hat einen Tipp auf Lager: „Jeder Schwammerlsucher hat seine Platzerl, wo er sicher fündig wird. Mein Motto: Keiner sieht alles! Letzte Woche bin ich zwei Mal dieselbe Strecke entlanggegangen und habe trotzdem welche gefunden.“ Das Wetter und ein zunehmender Mond sind wichtig fürs Wachstum. Die Pilze sollte man einfrieren, trocknen oder gleich verspeisen.

Am besten für den Transport eignen sich Körbe, da die Pilze darin luftig gelagert werden können. Luftdichte Gefäße sind nicht zu empfehlen, da sich Wärme bildet und diese die Pilze verdirbt.

Man sollte mit Körberl und Messer ausgestattet sein, außerdem sind wegen der Zecken-Gefahr im Wald lange Hosen zu empfehlen.

Der Pilz ist reif, wenn die Lamellen unter dem Hut dunkel sind, sich der Pilzhut nach oben wölbt und der Hutrand nach außen zeigt.

Nach starken Regenfällen sollte man noch ein paar Tage warten und dann in den Wald gehen, da nach dem Regen oft starke Winde wehen und der Samen dadurch weiter verbreitet wird.

Pilze sollten möglichst kühl, trocken und luftig gelagert werden, denn matschige oder in warmer Luft aufbewahrte Pilze zersetzen sich schnell und können allein durch das verdorbene Pilzeiweiß Vergiftungen hervorrufen.

Zur Pilzbestimmung ist der ganze Pilz mit Stielbasis nötig. Der Pilz sollte mit dem Stiel aus dem Boden herausgedreht werden. Giftige Knollenblätterpilze können ansonsten nur schwer erkannt werden.

Schmutz, Erde, Sand oder unbrauchbare Teile sollten gleich im Wald entfernt werden. Am Besten ist es, wenn man zu stark beschädigte Pilze erst gar nicht mit nach Hause nimmt.