Erstellt am 09. Juli 2014, 09:27

von APA Red

Abgebrannte Strohhalle: Einsatz vermutlich bis Sonntag. Nach einem Großbrand einer Strohhalle in Wolfau (Bezirk Oberwart) Samstag früh muss die Feuerwehr noch immer und vermutlich bis Sonntag Brandwache halten.

 |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)
"Das Problem ist, dass die Halle stark einsturzgefährdet ist. Wir können nicht zum Stroh", schilderte Einsatzleiter und Kommandant der örtlichen Feuerwehr, Wolfgang Kinelly am Mittwoch.

"Ein leichter Windstoß reicht und es geht wieder los"

Ein weiteres Problem sei der Wald in unmittelbarer Nähe zur Halle. "Ein leichter Windstoß reicht und es geht wieder los. Der Regen in der Umgebung hilft uns momentan aber sehr", so Kinelly. Als nächster Schritt soll nun großes Gerät geholt werden, um die einsturzgefährdete Halle abzutragen.

Um 3.52 Uhr erfolgte am Samstag die Alarmierung. Neun Feuerwehren rückten mit rund 200 Mann und mehreren Fahrzeugen aus. "Wir haben im Laufe des Tages Probleme mit dem Wasser bekommen. In der Anfangsphase haben wir 3.000 bis 4.000 Liter Wasser pro Minute gepumpt. Immerhin waren es rund 7.000 Kubikmeter Stroh, die in der Halle gelagert waren. Das sind Dimensionen, die wir bei normalen Strohbränden nicht haben", berichtete Kinelly.

"Vor Sonntag trau ich mich sicher nicht, meine Leute abzuziehen"

Das Feuer hatte man nach knapp zwei Stunden unter Kontrolle. Seither wird "aufgepasst, dass in der Umgebung nichts passiert. Wir sind heute, Mittwoch, mit drei Leuten im Einsatz, fünf bis sechs Feuerwehrleute sind in Rufbereitschaft. Bis Sonntag, hofft Kinelly, könne er den Einsatz "weitgehend beenden. Vor Samstag, Sonntag trau ich mich sicher nicht, meine Leute abzuziehen", meinte er.

Von den Brandermittlern sei zu hören gewesen, dass es drei mögliche Ursachen für das Feuer geben könnte. Näheres habe man allerdings nicht erfahren. Der Schaden dürfte einige hunderttausend Euro betragen, offizielle Zahlen gab es zunächst noch nicht.