Erstellt am 22. Juni 2011, 00:00

Zehn Prozent im Land leben mit der OSG. GEBURTSTAG / Die OSG wird 60 Jahre alt. Im Geburtstagsjahr wurde ein Auftragsvolumen von 97,4 Millionen Euro erreicht.

Johann Schmidt und Alfred Kollar (v.l.) freuen sich über einen Rekordwert und die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag der OSG. ZVG  |  NOEN
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OBERWART / Bei der kürzlich abgehaltenen Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat hat die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) eine Bilanz mit absoluten Rekordwerten beschlossen – rechtzeitig zum 60. Jubiläum am Freitag, 24. Juni, im Messezentrum Oberwart.

Dabei wird auf eine Erfolgsgeschichte zurückgeblickt. 1951 von 16 „Pionieren“ in Oberwart gegründet, um sich gegenseitig ihre Einfamilienhäuser zu bauen, errichtete das Unternehmen knapp zehn Jahre später die erste mehrgeschossige Wohnhausanlage – das Postgebäude („Forum-Haus“) in Oberwart. In der Folge dominierte dann der Einfamilienhausbau, der Wohnungsbau gewann in den 70er Jahren und dann mit der Wohnbauförderung 1984 die größere Bedeutung. Parallel dazu entwickelte sich in den letzten 25 Jahren der Bau von Reihenhäusern.

Zehn Prozent des Landes  wohnen in OSG-Häusern

 

„Derzeit verwalten wir über 10.800 Wohnungen und Reihenhäuser, in denen knapp 25.000 Menschen leben – also beinahe zehn Prozent der Bevölkerung des Burgenlands“, freuen sich OSG-Obmann Hofrat Dipl.-Ing. Johann Schmidt und Geschäftsführer Dr. Alfred Kollar. Die Anzahl der „OSG-Gemeinden“ stieg im Laufe der Zeit extrem an: Waren es vor 20 Jahren 19 burgenländische Gemeinden, so sind es aktuell 140 der 171 Orte, in denen die OSG aktiv ist.

Neuer Rekord im Jahr 2010:  97,4 Millionen investiert

 

Die Summe der Aufträge an die Bauwirtschaft ist ebenfalls deutlich angestiegen. Waren es in den 90 Jahren noch zwischen 15 und 30 Millionen Euro und 2006 „nur“ 60 Millionen, so wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 der Rekordwert von 97,4 Millionen Euro erreicht.

Die OSG ist dadurch ein „stabiler Faktor für die burgenländische Wirtschaft und ein wesentlicher Impulsgeber für die Unternehmen“ geworden, betont Kollar. Auch in den Jahren der Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Neubautätigkeit ungebrochen angehalten. Ausgerechnet in den letzten beiden Jahren ist die Anzahl der Bauvorhaben noch gestiegen. Aktuell wird auf 129 Baustellen in 76 Gemeinden des Burgenlandes gebaut, dabei entstehen 1.099 Wohnungen und Reihenhäuser, drei Altenwohn- und Pflegeheime, eine Tagesheimstätte und ein Sportzentrum.

Als Grundlage dafür nennen Schmidt und Kollar drei Faktoren: „Die große Nachfrage, die verschiedene Ursachen hat – vom Zuzug in das Burgenland über gesellschaftliche Veränderungen bis hin zur demografischen Entwicklung, die zum verstärkten Bau von Altenheimen und betreubaren Wohneinheiten geführt hat –, die harmonische Zusammenarbeit mit den burgenländischen Gemeinden und schließlich vor allem die Unterstützung seitens des Landes Burgenland in Form einer vorausschauenden und vorbildlichen Wohnbauförderung.“

„Ohne Unterstützung vom  Land wäre das unmöglich“

 

„Ohne die großzügige Unterstützung seitens des Landes wäre unsere Bautätigkeit in diesem Umfang nicht möglich gewesen“, sind sich Schmidt und Alfred Kollar einig. „Durch die Förderungen seitens des Landes und durch den Einsatz unseres Eigenkapitals ist es möglich, dass das Mietniveau sich in einem leistbaren Rahmen bewegt. Die OSG kann somit auch sozial und finanziell schwächeren Gruppen leistbares Wohnen auf hohem Niveau anbieten.“