Erstellt am 02. Dezember 2015, 11:38

von NÖN Redaktion

Zielpunkt und Co.: Pleiten unterm Baum. Im Süden sind rund 70 Zielpunkt-Mitarbeiter von der Pleite betroffen. Auch Schirnhofer (Kaindorf) hat jetzt große Probleme.

 |  NOEN, Burggraf
Burgenlandweit sind rund 250 Mitarbeiter von der Zielpunkt-Pleite betroffen (siehe Seite 6), im Südburgenland werden rund 70 Personen ihren Job verlieren.

Drei Filialen im Bezirk Güssing betroffen

Zielpunkt war vor allem im Bezirk Oberwart stark vertreten, was mit den Filialen in Jormannsdorf, Pinkafeld, Oberwart, Rechnitz und Bernstein mit insgesamt rund 40 Mitarbeitern passieren wird, ist derzeit noch unklar.

Das trifft auch auf den Bezirk Güssing zu, wo insgesamt drei Filialen (St. Michael, Stegersbach, Güssing) geschlossen werden und rund 30 Mitarbeiter betroffen sind. Im Lauf dieser Woche sollen die Arbeitnehmer im Zuge von Betriebsversammlung über den aktuellen Stand der Dinge aufgeklärt werden.

Drobits: „Werden Fälle vor Ort aufnehmen“

Die Infoveranstaltung Güssing hat bereits am Dienstag (nach Redaktionsschluss) stattgefunden, in Oberwart lädt die Arbeiterkammer am Mittwochabend zur Betriebsversammlung.

„Wir werden alles so gut als möglich vorbereiten, damit die Mitarbeiter ihre offenen Forderungen aus dem Insolvenzfonds erhalten“, sagt Christian Drobits (AK, SPÖ). Zwar werde die Insolvenz von der Arbeiterkammer in Wien abgewickelt, aber „wir werden die Fälle vor Ort aufnehmen, weil es so schneller geht“. Diese Aufgabe übernimmt der Güssinger AK-Bezirksstellenleiter Erich Debellak.

Am Dienstag dürfte auch der Zielpunkt-Lieferant Schirnhofer Insolvenz anmelden. Angestrebt dürfte eine „Sanierung mit Eigenverwaltung“ werden, von den rund 300 Mitarbeitern wurden bereits 70 zur Kündigung angemeldet.