Erstellt am 18. Juni 2014, 11:24

von Daniel Fenz

Zu wenig Lehrstellen. Bad Tatzmannsdorf / Im Bezirk Oberwart stehen nur acht Lehrlingsplätze zur Verfügung. Diese werden von 45 Suchenden umworben.

Stolz auf die Lehrlinge. Vorstandsdirektor Rudi Luipersbeck, Abteilungsleiterin Martina Halper und Landesrat Peter Rezar (v.l.) mit Lehrling Salome Siblova. Foto: D. Fenz  |  NOEN, D. Fenz
Vor dem Schulschluss stellen sich viele junge Menschen oft die Frage, ob sie nach dem Ende des Bildungsabschnitts die Schule fortsetzen oder sich nach einem Lehrplatz umsehen sollen.

Kurbad AG: Qualität steht an oberster Stelle

Im Burgenland ist es derzeit nicht leicht, einen geeigneten Lehrplatz zu finden, denn aktuell stehen 114 Lehrstellensuchenden lediglich 64 offene Ausbildungsplätze zur Verfügung. „Im Bezirk Oberwart sind 45 Abgänger auf der Suche, offene Lehrstellen gibt es aber nur acht – zwei mehr als 2013“, berichtet Horst Franz vom AMS Oberwart.

„Daher ist es umso erfreulicher, wenn es ein Unternehmen wie die Kurbad Tatzmannsdorf AG gibt, das Jugendlichen die Chance auf einen Lehrplatz bietet. Das Unternehmen unterscheidet sich von vielen anderen, denn die Ausbildung von jungen Nachwuchskräften wird sehr ernst genommen und die Qualität hat oberste Priorität“, sagte Gesundheitslandesrat Peter Rezar.

Fokus der Jugend liegt immer noch auf wenigen Berufen

Die burgenländischen Jugendlichen sind bei ihrer Berufsauswahl noch immer auf sehr wenige Berufe fokussiert. So konzentrieren sich zwei Drittel der Burschen und Mädchen auf nur zehn Lehrberufe und rund ein Viertel auf die zwei häufigsten Berufe. Bei den Mädchen ist das der Einzelhandel, bei den Burschen der KFZ-Mechaniker.

Dabei gebe es gerade im Tourismus sehr gute Beschäftigungsmöglichkeiten. In der Kurbad AG befinden sich in den Sparten Koch/Köchin, Restaurantfachkraft, Gastronomiefachkraft sowie Hotel- & Gastgewerbeassistentin derzeit 26 Lehrlinge in Ausbildung. 2014 ist die Neuaufnahme von elf Lehrlingen vorgesehen. Gefragt sind dabei junge Menschen mit Interesse und Engagement nach Abschluss der Schulpflicht.